Sozialdienste-Chef Markus Pfeuti geht 2010 in Pension

Markus Pfeuti, Chef der Sozialdienste der Stadt Thun, wird in einem Jahr, im Februar 2010, im Alter von 63 Jahren vorzeitig in Pension gehen. Seit 1989 ist Pfeuti Abteilungsleiter der Direktion Soziales und war damit insgesamt drei politischen Vorstehern direkt unterstellt - seit 1999 Gemeinderat Andreas Lüscher. Pfeuti war zweimal bei der Stadt Thun angestellt: Ein erstes Mal ab Sommer 1978 beim damaligen Sozialamt, wo er als Sozialarbeiter begann und kurz darauf zum stellvertretenden Abteilungsleiter ernannt wurde. 1984 wechselte er als hauptamtlicher Dozent an die Schule für Sozialarbeit in Bern, bewarb sich dann aber 1988 erneut erfolgreich in Thun um seine heutige Stelle. Sowohl vor 1984 wie auch nach 1988 war er im Nebenamt in der Ausbildung von Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern tätig.

In seinem Demissionsschreiben an den Gemeinderat blickt Abteilungsleiter Pfeuti auf die Entwicklung der Sozialarbeit der letzten Jahre zurück. Der "soziale Atlas der Stadt Thun und des Kantons Bern" habe sich stark verändert, schreibt er. Mit der Einführung des neuen Sozialhilfegesetzes sei zwar eine klare Trennung zwischen strategischer und operativer Ebene der Sozialhilfe erfolgt, doch sei in der Folge für die betroffenen Institutionen auch "eine Übersteuerung, die weitgehend auf Kosten der Betreuungsarbeit geht", eingetreten. Als Beispiel wird der unverhältnismässige Aufwand der Sozialdienste im Zusammenhang mit der Verbilligung von Krankenkassenprämien für Sozialhilfebezügerinnen und -bezüger erwähnt.

Der Thuner Gemeinderat hat Markus Pfeutis Gesuch gutgeheissen und wird nun frühzeitig eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger suchen können. Nach Bezug von Überzeiten und Ferien wird Pfeuti seine Stelle voraussichtlich Ende dieses Jahres verlassen.

Auskünfte an die Redaktionen:

Andreas Lüscher, Vorsteher der Direktion Soziales, Tel. 033 225 70 00, heute von 14 bis 17 Uhr

Thun, 5. Februar 2009