Jean Ziegler erhält den Thunpreis

Jean Ziegler, früherer UNO-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung und Kämpfer für Menschenrechte, erhält den Thunpreis. Der Thuner Gemeinderat würdigt damit das grosse Engagement des international bekannten Thuners.

Der Thuner Gemeinderat verleiht dem international wohl bekanntesten Thuner den Thunpreis: dem früheren UNO-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, Jean Ziegler. Mit der Auszeichnung würdigt die Thuner Stadtregierung insbesondere Jean Zieglers mutiges und kämpferisches Engagement gegen den Hunger auf der Welt, sein Wirken im beratenden Ausschuss des UNO-Menschenrechtsrates sowie in der UN-Task-Force für humanitäre Hilfe im Irak. Dass der unermüdliche Einsatz des überzeugten Sozialisten Jean Ziegler weit über die politischen Lager hinaus Anerkennung findet, beweist nach Ansicht des Thuner Gemeinderates dessen hohe Glaubwürdigkeit in seinem Einsatz für zentrale Anliegen der Menschheit. Der Thunpreis, bestehend aus einer schlichten Draht-Skulptur des Wimmiser Künstlers Erich Oetterli, wird Jean Ziegler am 17. März im Rahmen einer Feier mit Familienangehörigen, Freunden, Behördenmitgliedern und weiteren Gästen im Rathaus übergeben.

Im Thuner Lauenenquartier aufgewachsen

Der international bekannte Soziologe, langjährige SP-Nationalrat und streitlustige Sachbuchautor (u.a. „Die Schweiz wäscht weisser“, 1992) wurde 1934 als Hans Ziegler geboren und wuchs im Thuner Lauenenquartier auf. In seiner Progyzeit gehörte er mit Begeisterung den Kadetten an und war 1949 sogar Kadetten-Hauptmann. Seine Schwester Barbara war ebenfalls politisch engagiert: 1980 war die Freisinnige die erste Thuner Stadtratspräsidentin.

Mitglied des Menschenrechtsrates

Seit 2002 als Genfer Soziologie-Professor pensioniert und seit Ende letzten Jahres nicht mehr UNO-Sonderberichterstatter, kämpft Jean Ziegler weiterhin mit aller Kraft für seine Anliegen. Noch bis Ende März gehört er dem Beratenden Ausschuss des 2006 geschaffenen UNO-Menschenrechtsrates an, in den er vor einem Jahr gewählt worden ist. Auch ist er Mitglied der Bürger- und Menschenrechtsorganisation Business Crime Control.

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Thun, 13. Februar 2009