Weststrasse: Planung für Autobahnzubringer liegt auf

Wie bereits bekannt, soll die Weststrasse, der Autobahnzubringer vom Thuner Stadtrand zum Anschluss Thun-Süd der A 6, auf vier Spuren ausgebaut werden. Nun liegt das Projekt während eines Monats öffentlich auf. Einzige Änderung nach der öffentlichen Mitwirkung vom letzten Herbst ist die Reduktion der Höchstgeschwindigkeit von 60 auf 50 km/h. Sie soll nebst dem Ausbau dazu beitragen, dass weniger Rückstaus auf die Autobahn entstehen.

Ab 19. Februar während eines Monats liegt das Bauprojekt für den Ausbau der rund 750 Meter langen Weststrasse auf vier Spuren in Thun auf. Die einzige Änderung gegenüber der Mitwirkung vom letzten Herbst ist eine Geschwindigkeitsreduktion zwischen der Kreuzung Burgerstrasse und dem Anschluss an die A 6 von 60 auf 50 km/h. Diese soll Rückstaus auf die Autobahn verhindern helfen und zugleich die Lärmentwicklung bei weiter ansteigendem Verkehrsaufkommen reduzieren. Bereits heute stösst der Autobahnzubringer zu den Hauptverkehrszeiten an Kapazitätsgrenzen.

Mitwirkung: Keine grundsätzlichen Einwände

Im September und Oktober letzten Jahres war während eines Monats ein öffentliches Mitwirkungsverfahren zum Vorhaben durchgeführt worden. Insgesamt 74 Eingaben wurden eingereicht. In keiner dieser Eingaben wurde aber die bauliche und verkehrstechnische Sanierung der Weststrasse grundsätzlich in Frage gestellt. Danach wurde das Projekt durch das Amt für Gemeinden und Raumordnung des Kantons Bern geprüft und für die Planauflage frei gegeben.

Sobald die Baubewilligung vorliegt, können die nächsten Schritte zur Realisierung des etwa 8,8 Mio. Franken teuren Bauvorhabens eingeleitet werden. Es ist vorgesehen, die Bauarbeiten Ende 2009 oder Anfang 2010 aufzunehmen und den Anschluss an das künftige Stadion gleichzeitig zu realisieren. An den Baukosten werden sich der Bund und die Stadioninvestoren mit insgesamt rund 7,3 Mio. Franken (Bund: 5,8 Mio.; Investoren 1,5 Mio.) beteiligen. Gemäss neuem Strassengesetz beteiligt sich der Kanton nicht an den Kosten von Gemeindestrassen. Für die restlichen 1,5 Mio. Franken muss die Stadt Thun aufkommen. Frühestens am 25. Juni wird der Thuner Stadtrat über den Kredit befinden können.

Stadion-Baubewilligung damit verknüpft

Die Baubewilligung für die Weststrasse wird auch ein wichtiger Meilenstein für die Investoren des neuen Fussballstadions und der Mantelnutzungen in Thun Süd sein. Den Stadionbauern wird die Baubewilligung für die Anschlussstrasse nämlich erst erteilt, wenn der Ausbau der Weststrasse bewilligt sein wird.

Jolanda Moser: "Für die Region sehr wichtig"

"Für die Stadt Thun und die ganze Region ist es sehr wichtig, dass die Weststrasse und damit unser Anschluss an das Hochleistungs-Strassennetz rasch realisiert werden kann", sagt die bei der Stadt Thun federführende Gemeinderätin Jolanda Moser, Vorsteherin der Direktion Bau und Liegenschaften. "Damit werden durch den Bau des Stadions Investitionen in der Grössenordnung von etwa 100 Mio. Franken ausgelöst und Arbeitsplätze gesichert. Dies ist gerade in den bevorstehenden, wirtschaftlich schwierigen Zeiten für die Region Thun sehr wichtig."

Planauflage an der Industriestrasse 2

Die Projektunterlagen - Überbauungsordnung und Bauprojekt - liegen vom 19. Februar bis 23. März 2009 im Parterre des städtischen Verwaltungsgebäudes an der Industriestrasse 2 in Thun während den Bürozeiten auf: Montag bis Freitag, 08.00 bis 11.45 Uhr und von 13.30 bis 17.00 Uhr (Freitag bis 16.00 Uhr).

Einsprachen sind schriftlich bis spätestens 23. März 2009 an den Gemeinderat der Stadt Thun, Stadtkanzlei, Rathaus, 3602 Thun, zu richten.

Auskünfte an die Redaktionen:

Jolanda Moser; Gemeinderätin, Vorsteherin der Direktion Bau und Liegenschaften, Tel 033 225 83 33

Rolf Maurer, Stadtingenieur, Tel. 033 225 8352

Thun, 17. Februar 2009