Stadt bekämpft die organisierte Bettelei in Zusammenarbeit mit der Kantonspolizei

Die Tätigkeiten organisierter Bettlerbanden, Rosen­verkäufer und unechter Strassen­musikanten in der Thuner Innenstadt hat das verträgliche Mass überschritten. Die Stadt Thun sagt diesen Tätigkeiten den Kampf an. Unter dem Titel "Adios" startet sie in Zusammenarbeit mit der Kantonspolizei ein Präventionsprojekt. Die Massnahmen sind aber nur von Erfolg gekrönt, wenn die Bevölkerung mithilft, in dem sie auf das Verteilen von Almosen verzichtet.

Die Stadt Thun kennt kein Bettelverbot, dennoch hat sie den Auftrag, Massnahmen zu ergreifen, wenn die öffentliche Ordnung gestört und/oder Passanten genötigt werden. Wer in den letzten Wochen durch die Thuner Innenstadt flaniert ist, kam des Öfteren mit organisierten Bettlern, aggressiven Rosenverkäufern oder unechten Strassenmusikanten in Kontakt. Leider sind auch vermehrt Taschendiebstähle zu verzeichnen. Das Ge­werbeinspektorat und die Kantonspolizei mussten in den letzten Wochen zahlreiche Klagen von Bürgern und Geschäftleuten entgegennehmen.

Präventionsprojekt "Adios" wird gestartet

Um die unerfreuliche Entwicklung zu stoppen, wird die Stadt Thun in Zusammenarbeit mit der Kantonspolizei das Präventionsprojekt "Adios" starten. Folgende Ziele stehen im Vordergrund:

·        Verhindern von Straftaten

·        Täterermittlung und Festnahmen

·        Bekämpfung von Auswüchsen

·        Auswirkungen in stadtverträglichem Rahmen halten

·        Ausbeutung verhindern, u.a. auch Kindesschutz

·        Passanten und Bevölkerung sensibilisieren

·        Sicherheit der Bevölkerung und der Passanten er­höhen

 

Appell an die Bevölkerung und die Passanten: Ver­teilen Sie keine Almosen!

Das stadtverträgliche Gleichgewicht kann nur hergestellt werden, wenn die Bevölkerung und die Passanten ihren Beitrag leisten. Auf das Verteilen von Almosen an organisierte Bettlerbanden und Rosen­verkäufer sowie Strassenmusikanten, die den Namen nicht verdienen, muss ab sofort verzicht werden.

Auskünfte an die Redaktionen:

Reto Keller, Gewerbeinspektor, Tel. 033 225 84 90 oder 079 311 12 60