Mit Stadion-Spatenstich auch Baubeginn für Ausbau der Weststrasse

Gleichzeitig mit dem Bau des neuen Fussballstadions in Thun Süd hat der Ausbau des nahen Autobahnzubringers, der Weststrasse, begonnen. Der ab 2011 vierspurige Anschluss an die A 6 wird den prognostizierten Zusatzverkehr an den Südostrand der Stadt Thun sowie vom und zum Stadion aufnehmen.

Nicht nur die Stadionbauer schritten heute in Thun Süd zur Tat (vgl. Medienmitteilung der HRS Real Estate AG von heute) - ein zweiter Spatenstich fand an der Weststrasse statt: Nach einer rekordverdächtigen Baubewilligungszeit von weniger als einem Jahr und Leitungsverlegungen der Energie Thun AG während des Jahreswechsels 2009/2010 fahren jetzt die Bagger bei der Weststrasse auf. Der Ausbau des heute zweispurigen Autobahnzubringers zur A 6 auf vier Spuren wurde durch die prognostizierte allgemeine Verkehrszunahme, den Mehrverkehr zum Stadtzentrum und die Erschliessung des künftigen Stadions mit Einkaufszentrum nötig. Bereits heute stösst die Weststrasse in den Tagesspitzenzeiten an ihre Kapazitätsgrenzen.

Zufahrten zum Stadion gehören dazu

Gleichzeitig mit dem Weststrassen-Ausbauprojekt wird auch der Strassenanschluss des Stadions Thun Süd, welcher durch dessen Investoren finanziert wird, gebaut. Diese Anbindung ans Strassennetz war eine Bedingung, damit die Baubewilligung für das Stadion inklusive Einkaufszentrum und Fachmärkte überhaupt erteilt werden konnte.

Die Gesamtkosten für den  Ausbau werden bei etwa 8.8 Mio. Franken liegen. Davon trägt der Investor 1.5 Mio Franken für die Stadionerschliessung. Das Bundesamt für Strassen (Astra) beteiligt sich mit 5.8 Mio. Franken, die Stadt Thun trägt 1.5 Mio. Franken. Die Anpassungsarbeiten beim Anschluss an die Autobahn werden durch das Astra projektiert und finanziert.

Mit dem Baubeginn ist auch der Terminplan zum Ausbau bekannt. Die Hauptarbeiten sollen bis Ende dieses Jahres abgeschlossen werden. Im Sommer 2011 stehen dann Fertigstellungs- und Deckbelagsarbeiten an.

Der Thuner Gemeinderat ist überzeugt, dass gut funktionierende Verkehrs-Anschlüsse für eine Entwicklung der Stadt Thun und der Region Oberland als Arbeits-, Wohn- und auch Tourismusregion von entscheidender Bedeutung sind, wenn sie laufend den Bedürfnissen angepasst werden. Das Nationalstrassen- und das Bahnnetz gewährleisten die Anbindung an nationale und internationale Wirtschaftsmetropolen. Dies zeigen auch die Erfahrungen zahlreicher Gemeinden in der Schweiz.

Mit dem Ausbau der Weststrasse ist nach Ansicht des Gemeinderates ein erster wichtiger Anpassungsschritt getan. Weitere Massnahmen wie der Bypass Thun Nord müssen aber folgen.

Auskünfte an die Redaktionen:

Jolanda Moser, Gemeinderätin Direktion Bau- und Liegenschaften,
Tel. 079 287 05 55

Thun, 17. Februar 2010