Elternräte: Voraussetzungen geschaffen

In Thun führen nur einzelne Schulen einen institutionalisierten Elternrat, der den Informationsaustausch und die Zusammenarbeit der Eltern mit der Schule im Interesse der Kinder fördern soll. Da der Kanton eine kommunale Regelung zur Elternpartizipation empfiehlt, hat der Thuner Gemeinderat nun die entsprechenden Voraussetzungen in Form einer Verordnung geschaffen.

"Die Förderung der Zusammenarbeit zwischen Schule und Eltern" sowie den "regelmässigen Informationsaustausch" in einer "gemeinsamen Verantwortung für das Kind" - dies ist der Sinn der Elternpartizipation gemäss einer neuen Verordnung der Stadt Thun. Damit sind vor allem Elternräte bzw. Elternforen gemeint. Die neue Rechtsgrundlage ist durch den Thuner Gemeinderat verabschiedet worden und tritt am 1. August 2010 in Kraft. Mit der Verordnung wird ein übergeordneter Rahmen für eine einheitliche Ausgestaltung der Elternpartizipation an allen Thuner Volksschulen und Kindergärten festgelegt. Damit erfüllt der Gemeinderat die Vorgaben für die Elternmitarbeit gemäss kantonalem Volksschulgesetz und städtischem Bildungsreglement bzw. -Verordnung.

Mit der Verordnung, die unter Einbezug der Schulkommission, der Schulleitungskonferenz und der städtischen Verwaltung erarbeitet wurde, will der Gemeinderat ausdrücklich nur das Nötigste regeln. So kann den unterschiedlichen Kulturen an den einzelnen Schulen Rechnung getragen werden. Die detaillierte Ausgestaltung der Elternpartizipation wird Sache der Schulleitungen sein. Für die Einhaltung der städtischen Standards zuständig ist die Schulkommission, die die einzelnen Konzepte der Elternpartizipation genehmigen wird. Sie sollen innert einem Jahr, bis August 2011, vorliegen.

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Frank Heinzmann, Chef Amt Bildung und Sport,
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Thun, 1. Juli 2010