Schlossberg: Baurechtsvertrag unterschrieben

Die Ende September der Öffentlichkeit vorgestellten Pläne zur künftigen Nutzung des Thuner Schlossberges (vgl. Communiqué vom 29.9. 2010) werden am 1. Januar 2011 rechtskräftig: Der Thuner Gemeinderat hat den Baurechtsvertrag mit der Schlossberg Thun AG dem Unternehmer Hans-Ulrich Müller und dessen Familie genehmigt und unterschrieben. Namens der Einwohnergemeinde Thun gezeichnet hat das Dokument Gemeinderätin Jolanda Moser. Hans-Ulrich Müller ist bekannt als CS-Regionenleiter Mittelland, Unternehmer bei der ehemaligen Kartonfabrik Deisswil sowie als Eigentümer diverser historischer Bauten in Thun. Die Schlossberg Thun AG erwirbt - mit Ausnahme des Alten Schlosses, des Donjons - alle zum Schloss gehörenden Liegenschaften. Zudem übernimmt sie rund die Hälfte des Areals - die Grundflächen der Gebäude sowie den Gefängnishof und einige angrenzende Flächen - im Baurecht. Damit werden der Schlossberg Thun AG das Neue Schloss, wo bis vor wenigen Monaten die Gerichtsbehörden logierten, das ehemalige Regierungsstatthaltergebäude, das Alte Gefängnis und das Abzugshaus gehören. Der Baurechtsvertrag läuft bis Ende 2090.

Im Neuen Schloss - hier der Blick aus dem Schlosshof - sind ein neuer Empfangsbereich und zusätzliche Ausstellungsräume für das Schlossmuseum vorgesehen.

In einem am 25. November durch den Stadtrat überwiesenen Postulat - einer umgewandelten Motion - wurde gewünscht, dass die Stadt in einem separaten Vertrag ein Aktien-Vor-Rückkaufsrecht erhalte, falls die Aktienmehrheit dereinst nicht im Besitz der Familie Müller bleiben sollte. Eine solche Aktienübertragungsbeschränkung wird zur Zeit noch notariell ausgearbeitet. Der Zusatzvertrag soll Anfang 2011 abgeschlossen werden.

Im Parterre des Neuen Schlosses wird das im Donjon untergebrachte Schlossmuseum einen neuen Empfangsbereich mit Museumsshop, Toiletten, Ausstellungsräumen und Büro realisieren können. Zudem wird ein Restaurationsbetrieb mit Terrasse und Aussicht auf Stadt und Berge entstehen. Im ersten Stock sind Veranstaltungs- und Schulungsräume für KMUs und Büros vorgesehen. Im ehemaligen Gefängnis ist ein Bed & Breakfast mit von Künstlern gestalteten, orginell eingerichteten Zellen-Zimmern geplant. Im ehemaligen Statthalterhaus sind Wohnungen vorgesehen, und das zwischen Stadtkirche und früherem Statthalteramt liegende Abzugshaus soll als Einfamilienhaus mit Garten gestaltet werden.

Auskünfte an die Redaktionen

Jolanda Moser, Vorsteherin der Direktion Bau und Liegenschaften,
Tel. 033 225 83 35

Thun, 21. Dezember 2010