Thun-Panorama: Spendenkampagne erfolgreich

Medienmitteilung des Fördervereins Kunstmusem Thun

Das Thun-Panorama des Malers Marquard Wocher soll im Jahr 2012 restauriert werden. Die im letzten Frühling gestartete private Spendenkampagne des Fördervereins Kunstmuseum Thun läuft erfolgreich: Bereits konnte über eine Viertelmillion Franken gesammelt werden, rund 100'000 Franken fehlen noch bis zum Ziel. Der neuste Partner ist die Stiftung SYMPHASIS, die sich mit einem namhaften Betrag engagiert.

Das älteste vollständig erhaltene Panoramabild der Welt, das Thun-Panorama des Malers Marquard Wocher aus dem Jahr 1814, rückt der dringend nötigen Sanierung in grossen Schritten näher. Der Förderverein Kunstmuseum Thun, der sich mit einer im Frühjahr 2010 lancierten Spendenkampagne für die Restauration des 38 Meter langen und 7,5 Meter hohen Rundbildes einsetzt, konnte bisher 265'000 Franken sammeln. Besonders erfolgreich war der Gala-Abend mit amerikanischer Versteigerung am 28. Mai, der einen Erlös von rund 25'000 Franken und die Aufmerksamkeit einer breiten Öffentlichkeit brachte. Das Ziel der Kampagne liegt bei 360'000 Franken.

Diese Woche kann eine weitere bedeutende  Spende verzeichnet werden:

Die Stiftung Symphasis unterstützt die Restaurierung des Thun-Panoramas von Marquard Wocher mit einem namhaften Beitrag. Prof. Dr. Joseph Jung wird den Scheck persönlich am 10. Dezember 2010 übergeben. Das Engagement der Stiftung Symphasis illustriert den Stellenwert des Thun-Panoramas in der Schweizer Kunstwelt – und insbesondere auch dessen Bedeutung für die Region Thun.

Rolf Bögli, Leiter Private Banking Switzerland der Credit Suisse, wird zusammen mit Prof. Dr. Joseph Jung, Stiftungsrat der Stiftung Symphasis und Richard Arnet, Leiter Privatkunden Marktgebiet Berner Oberland der Credit Suisse, am Anlass teilnehmen. Die Förderung sozialer, ökologischer und kultureller Projekte ist in den vergangenen Jahren ein wachsendes Anliegen vermögender Privatkunden geworden. Aufgrund dieser Bedürfnisse gründete die Credit Suisse verschiedene gemeinnützige Stiftungen wie die Stiftung Symphasis. Diese bietet Spendern die Möglichkeit, sich auf einfache, aber doch individuelle Weise für gemeinnützige Zwecke zu engagieren. Dabei übernimmt die Credit Suisse die Administrations- und Managementkosten.

Spendengelder ausschliesslich für Bild-Restauration

Die Spendengelder werden ausschliesslich für die Restauration und die neue Inszenierung des Bildes im bestehenden Gebäude eingesetzt. Jede einzelne Spende ist aufgeführt auf www.thun-panorama.com Später wird vor Ort eine Spendentafel an die grosszügigen Gönner erinnern.

Feuchtigkeit stellt besondere Herausforderung dar

Die Experten für Restauration, Inszenierung und Denkmalpflege haben sich nach eingehenden Gesprächen auf einen Weg geeinigt, wie das 200jährige Thun-Panorama nachhaltig zu sanieren ist. Das Bild hat über die letzten Jahre Schaden genommen. Geplant ist, die Sanierungsarbeiten am Gemälde und an der Rotunde im Jahr 2012 zu beginnen. Eine besondere Herausforderung stellt dabei die hohe Feuchtigkeit im Schadaupark, verursacht durch die nahen Bäume und Grünflächen, dar. Für die dauerhafte Erhaltung des ältesten Panorama-Bildes der Welt wird eine leistungsfähige Entfeuchtungsanlage installiert. Die verwitterte Oberlichtkuppel muss ersetzt werden, und die Absturzsicherheit für Besuchende wird verbessert. Die Besucherplattform mit den unterschiedlichen Niveaus wird beibehalten und nach Möglichkeit auch gehbehinderten Besuchenden zugänglich gemacht.

Die Restaurierung des Rundgemäldes ist eine kleine Familienangelegenheit. Es war der Restaurator Hans A. Fischer, der in den späten 1950er Jahren erste umfassende Arbeiten am Wocher-Bild ausführte, bevor es Anfang der 1960er Jahre in der Rotunde im Schadaupark ausgestellt wurde. Nun leitet sein Sohn Michael Fischer die geplante Restauration.

Neuer Anbau durch Stadt zu finanzieren - Projektierungskredit bewilligt

Parallel zur Restaurierung soll ein neuer Anbau mit Bistro, Shop und Mehrzweckraum realisiert werden. Die Finanzierung des neuen Anbaus ist ausschliesslich Sache der Stadt Thun. Sie führte 2009 einen Studienwettbewerb für einen Erweiterungsbau durch. Aus dem Wettbewerb unter vier eingeladenen Architekturbüros ging das Projekt Hiroba von Niklaus Graber & Christoph Steiger Architekten, Luzern, als Sieger hervor. Am heutigen 10. Dezember hat der Thuner Gemeinderat den entsprechenden Projektierungskredit in der Höhe von 190'000 Franken bewilligt.

 

Gutes Jahr 2010 mit über 7000 Besuchenden

Mit 7110 Besuchenden und 62 Führungen blickt das Thun-Panorama auf ein gutes Jahr zurück. Die Sonderausstellung "Illusionen - Das Panorama und die optische Illusion" wurde sehr positiv aufgenommen. Der neue "Wocher-Koffer" erfreut die jugendlichen Gäste und Schulklassen. Das Thun-Panorama ist nun im Winterschlaf und eröffnet wieder im Mai 2011. Gruppenführungen sind aber jederzeit buchbar beim Kunstmuseum unter Tel. 033 225 84 20.

Spendekampagne des Thun-Panoramas: www.thun-panorama.com

Für Rückfragen:

Sigfried Schertenleib, Präsident Förderverein Kunstmuseum Thun,  Email  sigfried.schertenleib@bluewin.ch

Michael Hess, Projektmanager Stiftung Symphasis Zürich  Tel. 044 333 98 07; E-mail infotest@symphasis.ch

Thun,  10. Dezember 2010