Schlossberg-Nutzungen werden in Workshops erarbeitet

Nachdem die Stadt Thun und die Schlossberg Thun AG des Unternehmers Hans-Ulrich Müller Ende 2010 die künftigen Nutzungen am Schlossberg in einem Baurechtsvertrag festgeschrieben haben, werden diese nun unter Beizug des Kantons und der Stiftung Schlossmuseum detailliert ausgearbeitet. Ziel mehrerer Workshops ist es, alle Grundlagen zur Einreichung des Baugesuchs zu erhalten.

 

In den nächsten Monaten werden die Details der künftigen Nutzung und Gestaltung des Thuner Schlossbergs ausgearbeitet. Voraussichtlich in fünf halbtägigen Workshops - ungefähr monatlich, bis Mitte August dieses Jahres - werden das Amt für Stadtliegenschaften der Stadt Thun als Baurechtgeberin, der Unternehmer Hans-Ulrich Müller als Vertreter der Schlossberg Thun AG als Baurechtnehmerin, die Stiftung Schlossmuseum, die kantonale Denkmalpflege, der archäologische Dienst des Kantons Bern, das städtische Planungsamt und externe Experten die Grundlagen für das spätere Baugesuch erarbeiten. Im Zentrum der Workshops stehen

 

·         die Nutzungen der Gebäude und der Umgebung,

·         ein Konzept für die Strukturen, Konstruktionen und Materialien der Bauten und Räume,

·         die zeitliche Planung der Umbauvorhaben und

·         die Erarbeitung eines Richtprojektes als Basis für das Bauprojekt bzw. das spätere Baugesuch.

 

Nach dem letzten Workshop wird zu Handen des Gemeinderates ein Schlussbericht verfasst, danach kann auch die Öffentlichkeit wieder informiert werden. Der Baurechtsvertrag sieht vor, dass bis Ende 2011 ein Baugesuch einzureichen bzw. öffentlich aufzulegen ist.

 

Ziel: Massvolle touristische Belebung des Schlossbergs

Im Herbst 2010 (vgl. Communiqué vom 29. September 2010) waren sich die Stadt und Hans-Ulrich Müller, CS-Regionalleiter Mittelland und Unternehmer, über die grundsätzlichen Nutzungen der Schlossbergliegenschaften - ohne das Alte Schloss - einig geworden. Ziel ist eine massvolle touristische Belebung des Schlossbergs. Ende letzten Jahres wurde dann der entsprechende Baurechtsvertrag für die Dauer von 80 Jahren unterschrieben. Dieser hält im Wesentlichen fest, dass der Schlossberg weiterhin öffentlich zugänglich bleiben und das Schlossmuseum im Neuen Schloss zusätzlichen Platz für Empfang, Museumsshop, Ausstellungsräume, Administration und Toiletten erhalten soll. Im Neuen Schloss sind zudem ein Restaurationsbetrieb mit Terrasse, Schulungsräume für die geplante KMU Kaderschmiede, eine Unternehmerlounge sowie Büroräumlichkeiten vorgesehen. Im Alten Gefängnis soll ein Hotel der gehobenen Mittelklasse mit 15 "Zellen-Zimmern" entstehen. Diese Einrichtungen stehen allen Gästen des Schlossbergs, den Seminarteilnehmern und der Öffentlichkeit zur Verfügung. Im ehemaligen Regierungsstatthalteramt und im Abzugshaus werden Wohnungen unterschiedlicher Grösse angeboten.

 

Der Umbau der historischen Gebäude wird nach denkmalpflegerischen Grundsätzen erfolgen, um das geschichtsträchtige Erbe respektvoll zu erhalten.

 

 

Auskünfte an die Redaktionen

·       Thomas Zumthurm, Leiter Amt für Stadtliegenschaften,
Tel. 033 225 83 51

 

 

Thun, 14. März 2011