Neubau beim "Progy"-Schulhaus wird heute eingeweiht

Heute Donnerstag wird beim Progymatte-Schulhaus in Thun ein markanter Neubau feierlich eingeweiht - ein zu einem grossen Teil aus Recycling-Beton gefertigtes Minergie-Eco-Gebäude, das vielfache schulische Bedürfnisse erfüllt: Es bietet Ersatz für zwei sanierungsbedürfte Schulküchen, welche auf Ende Schuljahr aufgehoben werden, Arbeits-, Übungs-, Aufenthalts- und Verpflegungs-Räume für Oberstufen-Schülerinnen und -Schüler sowie für Kunst- und Sportklassen (K+S). Auch die Leiter und Leiterinnen der K+S-Klassen und der Tagesschule ziehen in das neue Gebäude ein.

Nach rund einem Jahr Bauzeit feiern heute Donnerstag Lehrkräfte, Eltern-, Behörden- und Quartiervertreterinnen und -Vertreter die Inbetriebnahme eines Schul-Neubaus beim Progymatte-Oberstufenschulhaus in Thun. Ab Schuljahresbeginn 2012/2013 wird das zweigeschossige Gebäude verschiedenste Bedürfnisse mehrerer Schulhäuser abdecken: Es ersetzt die beiden Schulküchen inklusive Hauswirtschaftrsäume, welche bislang in den Primarschulanlagen Pestalozzi und Schönau untergebracht waren. Es bietet den Thuner Oberstufenschülerinnen- und schülern sowie den Kunst- und Sportklassen Tagesstrukturen, also Arbeits-, Aufenthalts- und Verpflegungsräume. Und es beherbergt einen Arbeitsraum für den Koordinator der Kunst-und. Sportklassen und die Leitung der Tagesschule.

 

Auslöser: veraltete Schulküchen und Gesetzesänderungen

Auslöser für den Neubau war der Ersatz der beiden sanierungsbedürftigen Schulküchen und von Hauswirtschaftsräumen im Pestalozzi- und im Schönau-Schulhaus, welche nach der Umstellung auf das Schulmodell 6/3 und mit der Schaffung von Oberstufen- und Primarstufenzentren in Primarschulanlagen am falschen Standort waren. Der Neubau steht auch im Zusammenhang mit der Gesamtsanierung der Primarschule Pestalozzi. Den Bedarf nach einem multifunktionalen Schulgebäude ausgelöst hatten neue gesetzliche Vorgaben des Kantons bezüglich Tagesstrukturen und das Bedürfnis der K+S-Klassen nach zusätzlichem Raum. Das Thuner Stadtparlament hat den Baukredit von 3.75 Mio. Franken im Mai 2010 bewilligt. Aus einem Studienwettbewerb war 2008 das Büro Gassner & Leuenberger Architekten AG aus Thun als Sieger hervor gegangen. Es wurde mit der Planung und Realisierung beauftragt.

 

Zentrale Tagesschulen für Oberstufe und K+S-Klassen

Die Stadt Thun bietet für die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe ab Schuljahr 2012/13 im neuen Schulgebäude eine zentrale Tagesschule an. Das Angebot wird mit dem Tagesstrukturangebot der Kunst- und Sportklassen kombiniert. Im Erdgeschoss und im Obergeschoss werden den beiden Oberstufenschulen Progymatte und Länggasse zwei neue, helle Hauswirtschaftsräume inklusive Schulküchen mit zeitgemässen Einrichtungen zur Verfügung stehen.

 

Vielfältiges Angebot für K+S-Schüler aus dem Oberland

Nach der Anerkennung als Swiss Olympic Partner School im Sommer 2011 stehen den talentierten Schülerinnen und Schülern der Kunst- und Sport-Klassen (K+S) aus dem ganzen Berner Oberland neben Garderoben mit Schliessfächern ein zweites Musik-Übungszimmer, ein Lernstudio sowie ein Aufenthaltsraum mit individuellem Mittagsangebot zur Verfügung. Die Partner der K+S-Klassen, die Musikschule Region Thun, der FC Thun, Wacker Thun, der EHC Thun und die CIS Tennis Academy in Heimberg werden davon profitieren, dass ihre Schülerinnen und Schüler ungestört ihre Hausaufgaben erledigen oder im neu entwickelten Lernstudio effizienter lernen können. Eltern und andere Erziehungsberechtigte werden es begrüssen, dass sich ihre Kinder vor Ort mit einem vollwertigen Mittagsmenu verpflegen können. Zudem bietet der betreute Aufenthaltsraum über Mittag Möglichkeiten zur Erholung vom intensiven Schul- und Trainingsalltag (Details s. auch www.kunst-sportklassen.ch).

 

"Ein gelungenes, schulgerechtes Gebäude"

"Die beteiligten Schulen, die Lehrerschaft und die Schülerinnen und Schüler können sich auf ein gelungenes, schulgerechtes Gebäude freuen", sagt Ueli Christen, Leiter der Oberstufenschule Progymatte. "Der Einbezug der Schule in den Planungs-und Bauprozess hat sich für alle Beteiligten gelohnt." Auch der beauftragte Architekt Beat Gassner betont die Wichtigkeit der Zusammenarbeit aller Beteiligten: "Der zweckmässige Innenausbau, die schlichte Ausstattung und die einfache Umgebungsgestaltung wurden in enger Zusammenarbeit mit der Projektleitung, der Schulleitung sowie einer Vertretung der Hauswirtschaftslehrerinnen und -Lehrer geplant und realisiert."

 

Offiziell in Betrieb genommen wird der Neubau mit Schulbeginn am kommenden 13. August.

 

 

Minergie-Eco-Bau aus Recyclingbeton

 

Der neue Schulbau beim Progymatte-Schulhaus im Thuner Westquartier wurde im Minergie-Eco-Standard erstellt. Dieser Standard erfüllt nicht nur die Kriterien einer energieeffizienten, sondern auch einer gesunden und ökologischen Bauweise. Optimierte Tageslichtverhältnisse, geringe Lärmimmissionen, geringe Schadstoffbelastung der Raumluft, ein hoher Anteil an rezyklierbaren und die Umwelt wenig belastenden Baustoffe kennzeichnen den Minergie-Eco-Standard. Die Tragstruktur des Gebäudes besteht zu einem grossen Teil aus Recyclingbeton. Die Fassaden wurden als vorfabrizierte Holzelemente an die Deckenstirnen montiert und aussen mit Faserzementplatten verkleidet.

 

Innen gibt es nur einzelne, für die Erdbebensicherheit nötige Tragwände. Alle übrigen Trennwände sind in Leichtbauweise konstruiert, was spätere Umbauten erleichtert. Fenster und Gebäudehülle sind entsprechend dem Minergie-Standard gedämmt. Auch der sommerliche Wärmeschutz wurde berücksichtigt, u.a. indem das Flachdach extensiv begrünt wurde.

 

Das Gebäude steht auf Boden des ehemaligen Schulgartens parallel zum Schulhaus Progymatte und zur Wiesenstrasse. Die hellgelbe Fassadenfarbe nimmt Bezug auf die traditionelle gelbe Farbe der 174-jährigen Progymatte-Schule. (Das jetzige Schulhaus wurde 1930 eingeweiht.) Eine Zeile niedriger Nebenräume bildet den Abschluss zur Jungfraustrasse und schützt den Aussenraum vor dem Verkehrslärm. Beheizt wird der Neubau von der Gas-Heizzentrale in der Progymatte. Die Warmwasserproduktion sowie die Heizungsunterstützung erfolgen mit einer 22 m2 grossen Solaranlage auf dem Dach. Eine kontrollierte Lüftung sorgt in allen Schul- und Aufenthaltsräumen für gute Raumluft. Der Sonnenschutz und die Beleuchtung sind bedarfsabhängig gesteuert

 

Auskünfte an die Redaktionen:

  • Gemeinderätin Ursula Haller, Vorsteherin der Direktion Bildung Sport Kultur (BiSK), Tel. 033 225 83 93, E-mail ursula.hallertest@thun.ch
  • Frank Heinzmann, Chef Amt für Bildung und Sport (ABS), Tel. 033 225 84 01, E-mail frank.heinzmanntest@thun.ch
  • Thomas Zumthurm, Leiter Amt für Stadtliegenschaften, Tel. 033 225 83 51, E-mail thomas.zumthurmtest@thun.ch
  • Ulrich Christen, Schulleitung OS Progymatte Thun,

Tel. 079 252 31 06, E-mail schulleitungtest@progy-thun.ch

  • Jürg Schmid, Koordinator Kunst- und Sportklassen Thun,

Tel. 079 247 41 69, E-mail j.schmidtest@kunst-sportklassen.ch

 

 

Thun, 5. Juli 2012

Der Neubau beim Thuner Progymatte-Schulhaus - im Hintergrund - deckt verschiedenste schulische Bedürfnisse ab.