Thun bereitet sich auf die nächste Lockerung der Schutzmassnahmen vor

Die Stadt Thun begrüsst die schrittweise Lockerung der Massnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus. Ziel ist es, die entsprechenden Institutionen und Anlagen gemäss den letzten Entscheiden des Bundesrates ab dem 11. Mai unter gewissen Einschränkungen wieder zu öffnen. Die Verwaltung erarbeitet zurzeit die Details und Schutzkonzepte.

Der Gemeinderat und die Taskforce begrüssen die schrittweise Lockerung der Schutzmassnahmen gegen das Coronavirus. «Die letzten Entscheide des Bundesrates sind ein positives Zeichen für die Bevölkerung, die Wirtschaft, die Bildung, den Sport und die Kultur. Wir freuen uns, unsere Institutionen und Anlagen unter gewissen Einschränkungen schon früher als ursprünglich vorgesehen wieder öffnen zu können», sagt Stadtpräsident Raphael Lanz. Noch herrscht jedoch nicht Courant normal. Es gilt weiterhin, die Hygiene- und Abstandregeln des Bundesamts für Gesundheit einzuhalten.

Volksschule nimmt Betrieb am 11. Mai wieder auf

Am 11. Mai wird der Präsenzunterricht an den Volksschulen wieder aufgenommen. An den ersten beiden Tagen findet der Unterricht in Halbklassen statt. Im Zentrum stehen dabei das Thematisieren und gemeinsame Einüben der Gesundheitsschutzmassnahmen. Ab dem 13. Mai findet der Unterricht nach Möglichkeit wieder in ganzen Klassen statt. Die Eltern werden über weitere Details direkt informiert.

Sporthallen und Strandbad für Vereine offen ab 11. Mai

Der Bundesrat hat am 29. April die Wiederaufnahme von Sporttrainings ab dem 11. Mai erlaubt. Ziel der Stadt Thun ist es, die Sportanlagen (Sport- und Turnhallen, Rasenspielfelder und Bäder) so rasch wie möglich wieder zu öffnen. Eine zentrale Vorgabe sind die Schutzkonzepte der jeweiligen Verbände. Alle Vereine müssen sich an diesen orientieren und wo notwendig an die lokalen Gegebenheiten anpassen. «Wir freuen uns, dass Vereinssport, wenn auch unter speziellen Rahmenbedingungen, bald wieder möglich ist», so Gemeinderat Roman Gimmel. Konkret dürfen Sport- und Turnhallen, Rasenspielfelder und Bäder ab dem 11. Mai für den Vereinssport und freiwilligen Schulsport gemäss den bestehenden Belegungsplänen wieder genutzt werden. Die Sportaktivität darf allerdings nur in Kleingruppen mit maximal fünf Personen, ohne Körperkontakt und unter Einhaltung der Hygiene- und Distanzregeln erfolgen. Aktuell erarbeitet das Amt für Bildung und Sport entsprechende Schutzkonzepte für die städtischen Sportanlagen. Die Angebote des freiwilligen Schulsports werden durchgeführt, sobald in der jeweiligen Sportart ein plausibilisiertes Schutzkonzept vorliegt. Im Leistungssport gelten laut dem Bund weniger starke Einschränkungen, insbesondere dürfen Trainings auch mit mehr als fünf Personen stattfinden. Gemäss aktuellem Wissensstand bleiben die Sportanlagen für die breite Bevölkerung aus Sicherheitsgründen jedoch weiterhin geschlossen.

Die Einwasserung der Boote findet mit entsprechendem Schutzkonzept am 9. Mai statt.

Kunstmuseum, Thun-Panorama und Bibliothek ab 12. Mai wieder offen

Gemäss Bundesrat dürfen auch Museen und Bibliotheken bereits ab dem 11. Mai wieder öffnen. «Das ist eine gute Botschaft für die Kultur», so Gemeinderat Roman Gimmel. Für die Stadt Thun bedeutet dies, dass die Stadtbibliothek, das Kunstmuseum und das Thun-Panorama ab Dienstag, 12. Mai wieder offen sind (Montag bleibt Ruhetag). Die Details zu den entsprechenden Schutzvorkehrungen für die Kundschaft werden zurzeit erarbeitet. Zu Beginn ist mit reduzierten Öffnungszeiten und Einschränkungen zu rechnen. Sobald die Details ausgearbeitet sind, wird die Stadt über die üblichen Kanäle kommunizieren.

Trauerfeiern können wieder stattfinden

In den städtischen Abdankungshallen können unter gewissen Auflagen Trauerfeiern ab sofort wiederstattfinden. Im Schoren sind pro Abdankung max. 18 Personen zugelassen. In der Abdankungshalle beim Stadtfriedhof sind Trauerfeiern mit 34 Teilnehmenden wieder möglich.

Homeoffice wird weitergeführt

Basierend auf den Empfehlungen des Bundesrates wird innerhalb der Stadtverwaltung das Homeoffice wo möglich weitergeführt, auf Personalanlässe wird in den nächsten Wochen verzichtet. Die Schalteröffnungszeiten und der reduzierte Betrieb des Abfallsammelhofs bleiben vorläufig gemäss den letzten Wochen bestehen. Die Taskforce beobachtet die Entwicklung der Situation weiterhin aufmerksam. Die Verwaltung bereitet sich zudem vor, um zu gegebener Zeit und bei entsprechenden Bedürfnissen der Bevölkerung allenfalls Anpassungen vorzunehmen.