Heute wird zweiter Erweiterungsbau beim Göttibach-Schulhaus eingeweiht

Beim Göttibach-Schulhaus in Thun wird heute ein zweiter Erweiterungsbau eingeweiht. Das in Modular-Thun-Bauweise erstellte Gebäude ermöglicht Kindern aus dem wachsenden Göttibach-Quartier, alle sechs Jahre der Primarschulzeit im quartiereigenen Schulhaus zu absolvieren. Die Mittelstufen-Schülerinnen und Schüler der fünften und sechsten Klasse, die bisher im Pestalozzi-Schulhaus unterrichtet wurden, gehen nun im eigenen Quartier zur Schule.

 

Die Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe – des fünften und sechsten Schuljahres -, die im Göttibach-Quartier südöstlich der Thuner Altstadt wohnen, besuchten bisher den Unterricht im Pestalozzi-Schulhaus im recht weit entfernten Westquartier. Diese nicht optimale Situation ist seit dem Schulbeginn nach den diesjährigen Sommerferien Vergangenheit: Dank einem Neubau beim Göttibach-Schulhaus können auch sie nun den Unterricht im eigenen Quartier besuchen. Das im Modular-Thun-System (s. Kasten) erstellte Gebäude wird heute Donnerstag durch Gemeinderätin und Bildungsvorsteherin Ursula Haller und zahlreiche Beteiligte feierlich eingeweiht. Es ist der zweite Erweiterungsbau des Göttibach-Schulhauses seit 2002. Mit seiner roten Fassade ist er äusserlich gleich gestaltet wie die erste Erweiterung, erfüllt jedoch den Minergie-Eco-Standard (siehe Kasten).

 

Im Sockelgeschoss, welches teilweise in den flachen Hang hineingebaut wurde, befinden sich ein Mehrzweckraum, Sanitäranlagen und die Haustechnik. Im Erdgeschoss sind neu der Kindergarten sowie ein Gruppenraum untergebracht. Das Obergeschoss umfasst ein Lehrerinnen- und Lehrerzimmer und die Bibliothek. Sowohl im Erdgeschoss wie auch im Obergeschoss sind Toiletten zu finden. 17 Mädchen und 20 Knaben des fünften und sechsten Schuljahres, welche in zwei altersdurchmischten Klassen unterrichtet werden, haben ihre Klassenzimmer im ersten Erweiterungsbau bezogen. Dort ist, unter anderem durch Verlegung des Kindergartens, Platz frei geworden.

 

Am 11. Mai 2010 hatte der Thuner Stadtrat einen Kredit von 3,265 Mio. Franken für den zweiten Erweiterungsbau des Göttibach-Schulhauses bewilligt. Die im April 2011 begonnenen Bauarbeiten verliefen termingerecht; die Räumlichkeiten standen wie geplant zum Schulbeginn Mitte August zur Verfügung. Das Göttibach-Schulhaus, das bisher nur für einen Kindergarten sowie die erste bis vierte Klasse Platz bot, führt nun nach dieser zweiten Erweiterung alle sechs Klassen der Primarschule. Somit können Kinder aus dem Göttibach-Quartier den Unterricht während ihrer gesamten Primarschulzeit hier besuchen.

 

 

Modular Thun: Flexibles Holzbausystem

 

Die Stadt Thun deckt ihren Raumerweiterungsbedarf im Bildungsbereich seit 1997 weitgehend mit dem flexiblen Holzbausystem Modular Thun ab. Es handelt sich um eine Weiterentwicklung eines Systems, welches die Bauart Architekten und Planer AG (Bern, Neuenburg, Zürich) für den Neubau des Bundesamts für Statistik in Neuenburg entwickelte. Die Bauelemente werden im Werk vorfabriziert und innert weniger Tage auf der Parzelle montiert. Sie können zu einem späteren Zeitpunkt erweitert oder demontiert und an einen neuen Standort versetzt werden. Bis heute wurden in Thun acht ein- und zweigeschossige Pavillons mit etwa 150 Modulen realisiert. Ein Gebäude wurde aufgestockt.

 

 

Minergie Eco: zusätzliche Kriterien erfüllt

 

Minergie ist in der Schweiz der wichtigste Energiestandard für Niedrigenergiehäuser. Minergie-Häuser verbrauchen nur etwa ein Drittel so viel Energie wie konventionelle Gebäude. Die Anforderungen sind für verschiedene Gebäudekategorien verschieden definiert. Ebenso verschieden sind die Anforderungen bei der Sanierung von Altbauten und für Neubauten.

 

Minergie-Eco bedeutet, dass zusätzliche Kriterien, die sich auf "gesundes" Wohnen, Ressourcen-Verbrauch bei der Erstellung und weitere ökologische Kriterien beziehen, erfüllt werden.

 

 

Auskünfte an die Redaktionen:

 

  • Gemeinderätin Ursula Haller, Vorsteherin der Direktion Bildung Sport Kultur BiSK, Tel. 033 225 83 93
  • Regina Hofer, Schulraumplanung ABS, Tel. 033 225 84 03

 

 

Thun, 6. September 2012