Gemeinderat unterstützt "Hooligan-Konkordat"

Der Thuner Gemeinderat spricht sich für eine Bewilligungspflicht von Fussball- und Eishockeyspielen der obersten Ligen aus und befürwortet einen Beitritt des Kantons Bern zum erweiterten "Hooligan-Konkordat". Dies teilt er dem Regierungsrat im Rahmen einer Konsultation der bernischen Städte mit.

Die Bewilligungspflicht für alle Fussball- und Eishockeyspiele der obersten Ligen "gibt den Standortgemeinden als Bewilligungsinstanzen endlich das nötige Gewicht im Verhältnis zu Sportverbänden, Klubs und gewaltbereiten Fans", schreibt der Thuner Gemeinderat in einer Stellungnahme an die Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern. Für sich alleine könne dieses neue Instrument zwar die Probleme der Gewalt an Sportveranstaltungen kaum lösen. "Aber das Risiko, Spiele mangels Bewilligung nicht oder nur eingeschränkt durchführen zu können oder bei Vorfällen einen Abbruch gewärtigen zu müssen, wird bei Sportverbänden und Clubs sicher einiges auslösen", ergänzt Gemeinderat Peter Siegenthaler, Vorsteher der Direktion Sicherheit und Soziales der Stadt Thun. In Kombination mit den weiteren Verschärfungen des von den kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren beschlossenen Konkordates wie Transportpflicht der Fans, Ausweispflicht, Durchsuchungen, Rayonverbote und Verkaufsverbot von alkoholischen Getränken werde die Bewilligungspflicht ihre Wirkung zeigen.

 

Im Kampf gegen Hooliganismus und Gewalt im Umfeld von Fussball- und Eishockeyspielen der obersten Ligen hat die Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren diverse Massnahmen verabschiedet, die nun noch von den Kantonsparlamenten genehmigt werden sollen. Der bernische Grosse Rat wird voraussichtlich in der Märzsession 2013 über den Beitritt zum erweiterten Konkordat entscheiden. Der Regierungsrat führte nun eine Konsultation bei den bernischen Städten durch. Mehrere Kantone sind dem Konkordat bereits beigetreten.

 

Auskünfte an die Redaktionen:

 

  • Peter Siegenthaler, Vorsteher der Direktion Sicherheit und Soziales, Tel. 079 208 27 93
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Thun, 28. November 2012