Stadt stellt jungen Erwachsenen Räume für nicht kommerzielle Kultur zur Verfügung

Im Sinne eines einjährigen Testbetriebes stellt die Stadt Thun jungen Erwachsenen Räume für nicht kommerzielle Aktivitäten zur Verfügung. Im ehemaligen Bierdepot Feldschlösschen an der Seestrasse 20 könnten ab Januar 2013 Vorträge, Theater- und Filmvorführungen, Konzerte und andere Events stattfinden. Für die Trägerschaft und den Betrieb verantwortlich wäre ein neu gegründeter Verein. Ein Raum dieser Art war unter anderem im Sommer dieses Jahres am Jugendzukunftstag als Wunsch vorgebracht worden. Ob die jungen Erwachsenen die angebotene Liegenschaft akzeptieren werden, entscheiden sie in den nächsten Tagen.

 

Anlässlich der Beantwortung einer stadträtlichen Interpellation hatte der Thuner Gemeinderat bereits an der Stadtratssitzung vom 20. September 2012 mitgeteilt, dass er bereit sei, interessierten Jugendlichen "eine geeignete Räumlichkeit im Sinne eines einjährigen Versuchs zur Verfügung zu stellen" (vgl. Interpellation Nr. 4/2012). Nun steht fest, wo dieser Raum für nicht kommerzielle Kultur, der auch am Jugend-Zukunftstag vom 2. Juni dieses Jahres gewünscht worden war, sein könnte: In drei insgesamt rund 250 Quadratmeter grossen Räumen des ehemaligen Bierdepots Feldschlösschen an der Seestrasse 20, wenige Fussminuten vom Bahnhof entfernt. Diese Woche konnte eine Delegation junger Erwachsener die Liegenschaft erstmals besichtigen, welche je hälftig der Stadt und der Post gehört. Die Delegation wird bis nächste Woche entscheiden, ob sie das Angebot annehmen möchte.

 

"Wichtiges Signal, Verantwortung zu übernehmen"

"Der Entscheid des Gemeinderates, die Räume zur Verfügung zu stellen, ist ein wichtiges Signal, jungen Erwachsenen Verantwortung zu übergeben", sagt die federführende Gemeinderätin Ursula Haller, Vorsteherin der Direktion Bildung Sport Kultur. "So können sie Erfahrungen sammeln, sich konstruktiv in eine Gruppe einbringen und kollektiv gefällte Entscheide umsetzen."

 

Testbetrieb ab Anfang 2013 geplant

In dem künftigen Kulturzentrum würden unter anderem Vorträge, Workshops, Filmvorführungen und Konzerte stattfinden. Etwa ab Anfang 2013 könnte der Betrieb versuchsweise während eines Jahres laufen. Danach würde eine gemeinsame Standortbestimmung des Gemeinderates mit dem Verein erfolgen und das weitere Vorgehen bestimmt.

 

Strategische Leitung des Projektes bei der Stadt

Die Strategische Leitung des Projektes liegt bei der Stadt bzw. bei Gemeinderätin Ursula Haller, Ansprechpartnerin für die operative Gesamtleitung ist die Fachstelle Kinder und Jugend des Amtes für Bildung und Sport (ABS). Derzeit werden die Grundlagen für das Projekt erarbeitet. Auch das Gewerbeinspektorat und die Kulturabteilung werden beigezogen.

 

 

 

 

Auskünfte an die Redaktionen:

 

  • Gemeinderätin Ursula Haller, Vorsteherin der Direktion Bildung Sport Kultur, Tel. 033 225 83 93
  • Frank Heinzmann, Chef Amt für Bildung und Sport,
    Tel. 033 225 84 01

 

 

Thun, 28. September 2012