Südanflüge auf Bern-Belp: Einspachen von Thun, Steffisburg und Uetendorf

Um künftig bei der Konkretisierung des geplanten satellitengestützten Südanflugverfahrens auf den Flughafen Bern-Belp mitreden zu können und einbezogen zu werden, erheben die Stadt Thun und die Gemeinden Steffisburg und Uetendorf Einsprachen gegen das Anfluggenehmigungsgesuch der Flughafenbetreiberin Alpar AG. Die drei Gemeinden anerkennen die wirtschaftliche Bedeutung des Flughafens Bern-Belp und wollen dessen Betrieb nicht in Frage stellen. Bemängelt wird aber die bisherige Informationspolitik gegenüber den betroffenen Gemeinden.

 

Gegen das öffentlich aufliegende Gesuch der Berner Flughafenbetreiberin Alpar AG um Genehmigung eines satellitengestützten Südanflugverfahrens reichen die Stadt Thun und die Nachbargemeinden Steffisburg und Uetendorf ähnlich lautende Einsprachen ein. Ein wesentlicher Auslöser dafür ist aus Sicht der drei Gemeinde-Exekutiven die Tatsache, dass die Behörden und die betroffene Bevölkerung erst im Rahmen des gesetzlich vorgeschriebenen Auflageverfahrens offiziell vom neuen Anflugverfahren erfahren haben. Durch diese späte Information fühle sich die gegenüber zusätzlichen Lärmbelastungen sensible Bevölkerung unnötigerweise vor den Kopf gestossen, machen die drei Thuner Regionsgemeinden in ihren Einsprachen geltend. Mit den Einsprachen soll sicher gestellt werden, künftig alle Informationen aus erster Hand zu erhalten und in den Genehmigungsprozess einbezogen zu werden. Die drei Gemeindebehörden weisen darauf hin, dass sie sich damit für die Belange ihrer eigenen Wohnbevölkerung einsetzen. Vorwürfe der Lärm-Betroffenen würden nicht nur an die Flughafenbetreiberin gerichtet, sondern letztlich auch an die kommunalen Behörden.

 

In ihren Einsprachen greifen die drei Gemeinden verschiedene offene Fragen auf, die in letzter Zeit auch in der Bevölkerung Diskussionen auslösten, so unter anderem die Lärmbelastung bisher unberührter Gebiete, tiefer fliegende Sportflugzeuge, eine Regelung der Betriebszeiten, eine Plafonierung der Anzahl Südanflüge, die Verteilung von Nord- und Südanflügen, die grundsätzliche Notwendigkeit eines neuen Verfahrens für Südanflüge oder künftige weitere Ausbauschritte des Flughafens Bern-Belp, die höhere Anflugzahlen zur Folge hätten.

 

Auskünfte an die Redaktionen:

  • Thun: Gemeinderätin Marianne Dumermuth, Vorsteherin der Direktion Stadtentwicklung
  • Steffisburg: Gemeinderat Lorenz Kopp, Departementsvorsteher Hochbau / Planung
  • Uetendorf: Gemeinderätin Brigitte Gilomen

 

Thun, 11. Februar 2014