Richtplan Thun Nord genehmigt - Bevölkerung kann sich zu Zonenplan äussern

Der Thuner Gemeinderat hat den überarbeiteten Richtplan für den Entwicklungsschwerpunkt Thun Nord genehmigt. Mit der öffentlichen Mitwirkung zur entsprechenden Zonenplanänderung folgt der nächste Schritt Richtung Umsetzung. Bis 31. März kann sich die Bevölkerung dazu äussern.

 

Vom 27. Februar bis 31. März kann sich die Bevölkerung zur Anpassung des Zonenplans für den kantonalen Entwicklungsschwerpunkt (ESP) Thun Nord äussern. Der bestehende Zonenplan aus dem Jahr 2003 soll den neuen Erfordernissen angepasst werden. Das Areal steht unverändert hauptsächlich für Arbeiten und für militärische Nutzungen zur Verfügung. In Teilbereichen ist für die gewünschte Entwicklung eine Anpassung des Zonenplans erforderlich.

 

Spektrum der möglichen Nutzungen wird erweitert

Die Zonenplanänderung umfasst die folgenden Elemente:

 

·         Wohnen: Wohnen war bisher auf einem 50 Meter breiten Streifen entlang der Grenze zum Lerchenfeldquartier zulässig. Neu soll Wohnen an einem besser geeigneten Ort, zwischen Uttigenstrasse und Aare im nordwestlichen Arealteil, konzentriert werden. Der Streifen entlang des Lerchenfeldquartiers soll nun nicht überbaut, sondern als Grünraum mit Fussweg und für die Erschliessungsstrasse genutzt werden.

 

·         Gastgewerbe und Hotels: Entlang der für das Publikum attraktiven Allmendstrasse und der Zufahrt zum künftigen Bypass Thun Nord sollen die Arbeitsnutzungen durch Restaurants und Hotels ergänzt werden können.

 

·         Öffentliche Nutzungen: Neben Arbeiten und militärischen Bauten und Anlagen sollen bei Bedarf auch öffentliche Nutzungen realisiert werden können.

 

·         Gewässerraum: Im stadtnahen Teil des Areals entlang der Uttigenstrasse wurden in den vergangenen Jahren bestehende Bauten erneuert. Der Gewässerabstand ist dementsprechend anzupassen.

 

Richtplan weist den Weg in die Zukunft

Der überarbeitete Richtplan war Ende 2010 zur öffentlichen Mitwirkung aufgelegt worden (siehe Medienmitteilung vom 15. November 2010). Seit 2005 dient der Richtplan „ESP Thun Nord/Steffisburg“ dazu, die Tätigkeiten von VBS, RUAG, Stadt Thun, Gemeinde Steffisburg und Kanton Bern auf der „Kleinen Allmend“ aufeinander abzustimmen. Der Richtplan fördert die Koordination und ist für die Behörden verbindlich. Aufgrund veränderter Bedingungen wurde er nun angepasst. So entfällt beispielsweise das Areal „AMP Schwäbis“ in Steffisburg aus dem Planungsgebiet, weil es auch langfristig ausschliesslich militärisch belegt werden soll. Der Richtplan ermöglicht eine dynamische Arealentwicklung und stimmt die verschiedenen Ansprüche an das Gebiet optimal aufeinander ab. Er gewährleistet, dass Grundstücke und Immobilien effizient zur Marktreife gebracht werden können.

 

Stadtrat wird über den angepassten Zonenplan befinden

Nach der Mitwirkung wird der angepasste Zonenplan voraussichtlich Ende 2014 öffentlich aufgelegt. Auf dem Zonenplan aufbauend werden die Erschliessung und Aussenräume des Entwicklungsschwerpunkts Thun Nord in einer Überbauungsordnung definiert und ebenfalls aufgelegt. Über die Zonenplanänderung befindet der Thuner Stadtrat (das Parlament), über die Überbauungsordnung der Gemeinderat. Die einzelnen Baufelder in Thun Nord können fortlaufend durch die Grundeigentümer VBS, Armasuisse und RUAG entwickelt werden. Da die Arealteile schrittweise über die nächsten 15 Jahre für neue Nutzungen frei werden, handelt es sich bei der Umsetzung des Richtplans und des Zonenplans um einen langfristigen Prozess.

 

Unterlagen liegen bis 31. März an Industriestrasse 2 auf

 

Die Zonenplanänderung Thun Nord wird von Donnerstag, 27. Februar bis Montag, 31. März 2014 zur Einsichtnahme aufgelegt.

 

Die Unterlagen können im Erdgeschoss des städtischen Verwaltungsgebäudes an der Industriestrasse 2, 3602 Thun, von Montag bis Freitag, 08.00 bis 11.45 Uhr und 13.30 bis 17.00 Uhr (Freitag bis 16.00 Uhr) eingesehen werden.

Die Öffentlichkeit ist eingeladen und berechtigt, bis zum Ablauf der Auflage ihre Einwendungen und Anregungen schriftlich und begründet bis spätestens Montag, 31. März 2014 an das Planungsamt der Stadt Thun, Industriestrasse 2, Postfach 145, 3602 Thun, zu richten.

 

Hinweis: Einsprachen können nicht im Rahmen des Mitwirkungsverfahrens, sondern erst bei der Auflage der Zonenplanänderung erhoben werden.

 

Für Auskünfte steht das Planungsamt der Stadt Thun gerne zur Verfügung (Tel. 033 225 83 76). Für persönliche Auskünfte an der Industriestrasse 2 bitten wir um Voranmeldung.

 

Weitere Infos:

·       Siehe Downloads auf www.wirtschaftspark-thun.ch oder www.thun.ch/mitwirkungen

 

Auskünfte an die Redaktionen:

 

  • Stadtpräsident Raphael Lanz, Tel. 033 225 82 15
  • Gemeinderätin Marianne Dumermuth, Vorsteherin der Direktion Stadtentwicklung, Tel. 033 225 85 96
  • Melchior Buchs, Geschäftsstelle ESP, Tel. 033 225 61 61

 

Thun, 27. Februar 2014