Wohnstrategie: Gemeinderat erarbeitet Ziele für künftiges Angebot

Mit einer Wohnstrategie will sich der Thuner Gemeinderat einen fundierten Überblick über das aktuelle Wohnungsangebot verschaffen und gezielte Förderstrategien für die zukünftige Ausrichtung und Weiterentwicklung dieses Wohnungsangebots formulieren. Die Arbeiten dauern bis Ende 2015 und erfolgen im Rahmen von Teilprojekten mit unterschiedlichem Fokus.

 

Die Stadt Thun ist ein attraktiver Wohnort. Darauf deuten das stetige Bevölkerungswachstum und die rege Wohnbautätigkeit der vergangenen Jahre hin. Welche Wohnungen in Zukunft besonders gefördert werden sollen, wird Gegenstand von sorgfältigen Abklärungen sein. Sie sollen in den nächsten zwei Jahren im Rahmen einer städtischen Wohnstrategie erfolgen. Mit dieser möchte der Gemeinderat die künftige Wohnraumentwicklung in der Stadt aktiv und vorausschauend mitbeeinflussen.

 

Stärken und Schwächen des Angebotes eruieren

Als Grundlage soll eine sorgfältige Analyse des heutigen Wohnungsbestands dienen. Ein Vergleich mit ähnlich grossen Städten soll Stärken und Schwächen des Thuner Wohnungsangebots verdeutlichen. Unter der Zielsetzung eines qualitätsvollen und nachhaltigen Bevölkerungswachstums wird eine Prognose für den zukünftigen Wohnraumbedarf ermittelt. Hierbei spielen Aspekte wie die soziale Durchmischung der Bevölkerung oder die Förderung bestimmter Zielgruppen und Wohnformen eine wichtige Rolle.

 

Wohnraum für künftige Bevölkerung sichern

Die Erneuerung und Ergänzung des heutigen Wohnungsangebots soll den Wohnraum für die zukünftige Bevölkerung sichern. Die Wohnstrategie soll möglichst präzise und messbare Ziele enthalten und die Handlungsmöglichkeiten der Stadt konkret aufzeigen. Sie soll diejenigen Gebiete bezeichnen, welche ein interessantes Potenzial für die Wohnraumentwicklung bzw. für die bauliche Erneuerung und Verdichtung aufweisen.. Die Wohnstrategie liefert eine wichtige Grundlage für die bevorstehnde Revision der baurechtlichen Grundordnung.

 

Die Erarbeitung der Strategie erfolgt interdisziplinär. Die durch das Thema Wohnen betroffenen städtischen Verwaltungsabteilungen arbeiten unter der Federführung des Planungsamtes zusammen. Für die verschiedenen Teilprojekte werden ausgewiesene externe Spezialisten und Spezialistinnen beigezogen. Der Gemeinderat hat für die externen Facharbeiten in mehreren Teilprojekten einen Verpflichtungskredit von 110‘000 Franken bewilligt. Die Resultate werden die Grundlage für die Formulierung der Wohnstrategie bilden. Diese soll dem Gemeinderat bis Ende 2015 zum Beschluss unterbreitet werden.

Auskünfte an die Redaktionen:

 

  • Gemeinderätin Marianne Dumermuth, Vorsteherin der Direktion Stadtentwicklung, Tel. 079 793 47 52
  • Hansueli Graf, Stadtplaner, Tel. 033 225 83 77

 

Thun, 28. Februar 2014