FC Thun gegen YB: Zusatzauflagen

Nachdem am letzten Heimspiel des FC Thun im Heimsektor Petarden gezündet und FC-Aarau-Fans auf dem Bahnhofperron angegriffen wurden, verfügt die Stadt für den nächsten Match Zusatzauflagen: Der FC Thun muss die Eingangskontrollen verstärken, zudem werden grosse Fahnen und Transparente im Heimsektor nicht mehr zugelassen. Die Auflagen im Rahmen des Hooligan-Konkordates gelten vorerst für den Match Thun-YB vom kommenden Sonntag.

 

Während des Fussballspiels des FC Thun gegen den FC Aarau am 25. Oktober wurden bekanntlich im Heimsektor in Thun mehrere Rauchpetarden sowie eine Knallpetarde gezündet. Ein Kind musste vor Ort durch einen Arzt untersucht werden. Nach dem Match kam es am Bahnhof Thun zu einem Handgemenge. Mehrere Anhänger des FC Thun stürmten auf das Perron 1 und griffen Fans des FC Aarau an.

 

Aufgrund dieser Vorfälle hat der Vorsteher Sicherheit und Soziales der Stadt Thun, Gemeinderat Peter Siegenthaler, Massnahmen beschlossen: Er hat für das nächste Heimspiel gegen YB vom kommenden Sonntag, 23. November, gestützt auf das Hooligan-Konkordat, Zusatzauflagen verfügt:

 

1.     Der FC Thun muss die Eingangskontrollen deutlich verstärken, so dass keine Rauch- und Knallpetarden ins Stadion gelangen können.

2.     Im Sektor der Thunfans (auf der Südtribüne) werden keine Zweihänderschwenkfahnen, Zaunfahnen, Doppelhalterfahnen oder Transparente toleriert. Kurze Schwenkfahnen dürfen ins Stadion genommen werden.

 

Die Erfahrung hat gezeigt, dass unerlaubte Petarden oftmals hinter grossen Fahnen gezündet werden. Damit wird den Sicherheitsdiensten verunmöglicht, die Täter zu identifizieren. Die nun verfügten Zusatzauflagen gelten vorerst für den 23. November. Nach dem Spiel wird Bilanz gezogen. Bleiben Zwischenfälle aus, werden die Auflagen wiederum gelockert. Andernfalls werden weitere Verschärfungen ins Auge gefasst. „Die Fans können die Bewilligungsauflagen mit korrektem Verhalten mitsteuern“, sagt Gemeinderat Siegenthaler. „Ich hoffe, dass der Ball aufgenommen und in die richtige Richtung gelenkt wird.“

 

„Die Stadt Thun“, betont der Sicherheitsvorsteher weiter, „steht zu den sportlichen Erfolgen des FC Thun. Der Gemeinderat hat sich deshalb immer dafür eingesetzt, dass das Hooligankonkordat massvoll umgesetzt wird. Deshalb hat die Stadt, von der vorgeschriebenen Route der Fanmärsche abgesehen, keine Zusatzauflagen verfügt.“ Gewaltfreie Spiele sollen gemäss Gemeinderat Siegenthaler nicht zuletzt deshalb gewährleistet sein, damit auch Familien diese angstfrei besuchen können.

 

Auskünfte an die Redaktionen:

 

·         Peter Siegenthaler, Gemeinderat, Vorsteher Direktion Sicherheit und Soziales, Tel. 079 208 27 93

 

Thun, 19. November 2014