Allmendstrasse: Umgestaltung und Sanierung sollen Sicherheit erhöhen

Die Allmendstrasse in Thun wird im Abschnitt zwischen dem zukünftigen Anschluss des Bypass Thun Nord bis zur Stockhornstrasse umfassend saniert und sicherer gestaltet. Grosszügig bemessene Radstreifen und Trottoire, in der Strassenmitte ein Mehrzweckstreifen und südseitig eine durchgehende Baumreihe verleihen der wichtigen Stadtzufahrt ein neues Gesicht und einen einheitlichen, sicheren Querschnitt. Die Baugesuche für die beiden Teilabschnitte liegen nun öffentlich auf. Frühestens im Frühjahr 2016 werden die Bauarbeiten beginnen.

Mit dem Bypass Thun Nord und dem kantonalen Entwicklungsschwerpunkt (ESP) Thun Nord zwischen der Allmendstrasse und der Aare wird die Allmendstrasse in Thun als Erschliessungs- und Einfallsachse in die Innenstadt wichtiger. Die über 70-jährige Strasse ist jedoch heute in einem schlechten Zustand. Neben den sichtbaren baulichen Mängeln weist die Strasse auch andere Schwächen auf, welche besonders für Fussgänger und Velofahrer gefährlich sind (vgl. Kasten). Nun will die Stadt Thun den ersten, rund 930 Meter langen Abschnitt zwischen der Einmündung des künftigen Bypass Thun Nord (auf Höhe General-Wille-Strasse) und der Stockhornstrasse/SBB-Unterführung umfassend sanieren und neu gestalten. Dadurch soll die Strasse für alle Verkehrsteilnehmendensicherer werden. Die Baugesuche für die beiden Teilabschnitte Bypass Thun Nord bis Militärstrasse und Militärstrasse bis Stockhornstrasse liegen ab 5. Februar öffentlich auf (siehe Kasten).

 

Mehr Sicherheit und Komfort für Fussgänger und Velofahrer

Künftig werden die Fahrstreifen durch einen Mehrzweckstreifen getrennt und in beiden Fahrtrichtungen Radstreifen auf der Fahrbahn markiert. Breite Trottoire auf beiden Strassenseiten bieten den Fussgängern ausreichend Platz. Über Fussgängerstreifen mit Mittelinseln kann die Strasse sicher überquert werden. Unterstände bei den Bushaltestellen bieten Schutz vor der Witterung. Auf der südlichen Strassenseite erhält die Strasse eine das Strassenbild prägende Baumreihe. Der ganze Strassenzug wird mit energiesparenden LED-Lampen beleuchtet (vgl. Kasten).

 

Für die Komplettsanierung und Gestaltung der Allmendstrasse im Abschnitt Bypass Thun Nord bis Stockhornstrasse wird gemäss Kostenvoranschlag mit Gesamtkosten von sechs Millionen Franken gerechnet. Falls die Baubewilligung ohne Verzögerung erteilt werden kann, wird der Baubeginn im Frühjahr 2016 erfolgen.

 

Im Kontext mit Bypass Thun Nord

Das Militärareal zwischen Allmendstrasse und Aare (ESP Thun Nord) soll in Zukunft zivilen Unternehmungen und Betrieben Raum bieten. Der im Bau befindliche Bypass Thun Nord, eine neue Strassenverbindung zwischen Thun West und Steffisburg/Heimberg, wird ab etwa 2019 die Thuner Innenstadt vom Durchgangsverkehr entlasten und das wichtige Entwicklungsgebiet Thun Nord erschliessen. Die Kreuzung Allmendstrasse/Bypass Thun Nord wird (im Rahmen der Realisierung des Bypass Thun Nord) durch den Kanton erstellt. Die Projektierung des Abschnittes Bypass Thun Nord – Lerchenfeld der Allmendstrasse wird die Stadt Thun ab etwa 2016 an die Hand nehmen.

 

Werkleitungen wurden bereits im 2014 verlegt

 

Als Vorleistung für die Sanierung der Allmendstrasse hat die Energie Thun AG bereits im Winter und Frühling 2014 auf dem Abschnitt Militärstrasse bis General-Wille-Strasse einen grossen Teil der Gas-, Wasser- und Elektroleitungen neu verlegt. Der provisorische Belag wird mit der bevorstehenden Strassensanierung ersetzt.

 

 

Das Projekt im Detail

 

Heutige Schwachstellen der Allmendstrasse:

 

·         Belagsschäden, verursacht durch die darunterliegenden Betonplatten, tief liegende Schachtdeckel, defekte Randabschlüsse usw. All dies ist insbesondere für Fussgänger und Velofahrende gefährlich.

·         Hinter linksabbiegenden Fahrzeugen (z. Bsp. bei der Regiestrasse) bilden sich oft Kolonnen, die von Geradeausfahrenden rechts über das Trottoir überholt werden.

·         Die Radstreifen sind über weite Strecken auf den Trottoiren markiert. Dadurch entstehen bei Bushaltestellen heikle Situationen zwischen Velofahrenden und ein- oder aussteigenden Busfahrgästen.

·         Bei den Fussgängerstreifen mit grossen Querungsdistanzen fehlen Mittelinseln.

·         Die im Bereich der Mehrzweckhalle und des Parkplatzes P7 entlang der Allmendstrasse angeordneten Parkplätze des Bundes und der Ruag verursachen gefährliche Parkiermanöver über Trottoir und Radstreifen.

 

Elemente der Neugestaltung:

 

·         Zukünftig werden die drei Meter breiten Fahrstreifen durch einen Mehrzweckstreifen in der Strassenmitte, welcher als Abbiegehilfe zu den angrenzenden Liegenschaften, Betrieben und Parkflächen dient, getrennt.

·         Beidseitige, je 1.50 Meter breite Radstreifen werden auf der Fahrbahn markiert.

·         Über zwei Meter breite Trottoire bieten den Fussgängern auf beiden Strassenseiten ausreichend Platz. Über Fussgängerstreifen mit Mittelinseln können die zu Fuss Gehenden die Strasse sicherer überqueren.

·         Den wartenden Busfahrgästen bieten Unterstände an den Haltestellen stadteinwärts Schutz vor der Witterung.

·         Die Allmendstrasse als wichtige Verkehrsachse zur Thuner Innenstadt wird mit einer neuen, das Strassenbild prägenden Baumreihe ergänzt: Auf der südlichen Strassenseite werden 39 alte Bäume durch 53 neue ersetzt. Die alten Bäume befinden sich teilweise in schlechtem Zustand bzw. stehen für die Strassenallee am falschen Ort.

·         Auf der nördlichen Seite, im Bereich der Liegenschaften 64 bis 66 (Areal Boss Holzbau) und dem Gebäude 40, werden auf privaten Arealen neun Bäume durch neue Alleebäume ersetzt.

·         Die Massnahmen können weitgehend im bestehenden Strassenraum realisiert werden. Lediglich im Abschnitt Militärstrasse bis Stockhornstrasse werden südseitig der Allmendstrasse vom Bund rund 700 m2 Land erworben.

·         Der Bund als Eigentümer verzichtet künftig auf die Parkplätze entlang der Allmendstrasse. Als Ersatz dient der Parkplatz P7. Der Bund plant, die historisch wertvolle Mannschaftkaserne I in den nächsten Jahren zu sanieren. Die zehn öffentlichen Parkplätze gegenüber dem Regionalgefängnis werden ersatzlos aufgehoben.

 

Öffentliche Auflage an der Industriestrasse 2

 

Die beiden Baugesuche zur Sanierung und Umgestaltung der Allmendstrasse liegen vom 5. Februar 2015 bis 9. März 2015 beim Bauinspektorat Thun an der Industriestrasse 2 auf. Die Öffnungszeiten: Mo bis Do 08.00 bis 11.45 Uhr, 13.30 bis 17.00 Uhr, Freitag 08.00 bis 11.45 Uhr und 13.30 bis 16.00 Uhr.

Auskünfte an die Redaktionen:

·         Gemeinderat Konrad Hädener, Vorsteher der Direktion Bau und Liegenschaften, Tel. 079 263 77 39, 12 bis 15 Uhr

·         Rolf Maurer, Stadtingenieur, Leiter Tiefbauamt, Tel. 078 789 99 54

 

Thun, 4. Februar 2015

Übersicht über die Umgestaltung der Allmendstrasse in Thun.