FC Thun und Stadt gemeinsam für friedliche Fussballspiele

Die Stadt Thun hat dem FC Thun, gestützt auf das Hooligankonkordat, die Bewilligung für die nächsten fünf Heimspiele von Februar bis April 2015 erteilt. Beide Parteien setzen sich gemeinsam für friedliche Fussballspiele ein und haben den Bewilligungsrahmen gemeinsam abgesteckt. Auflagen werden in Zukunft nach Risikoeinstufungen der einzelnen Spiele verfügt. Mit ihrem Verhalten haben es die Fans in der Hand, die Einstufungen und Auflagen zu beeinflussen. Positives Fanverhalten führt so zu reduzierter Einstufung und hilft allen – insbesondere dem FC Thun. Die Verantwortlichen des FC Thun und der Direktion Sicherheit und Soziales werden sich regelmässig zu persönlichen Gesprächen treffen.

 

Fussball- und Eishockeyspiele mit Beteiligung der Klubs der jeweils obersten Spielklasse der Männer sind gemäss dem nationalen Hooligan-Konkordat bewilligungspflichtig. Die Verantwortlichen der FC Thun AG und der Direktion Sicherheit und Soziales der Stadt Thun haben sich zu einem Gespräch getroffen, um Bewilligungsfragen rund um die nächsten Meisterschaftsspiele zu klären. Für die nächsten fünf Heimspiele zwischen Februar und April 2015 hat die Stadt dem FC Thun die Bewilligung erteilt.

 

Die beiden Parteien haben sich auf folgenden Grundkonsens geeinigt:

 

·         Für friedliche Spiele als oberstes Ziel – sie garantieren ein volles Stadion und generieren einen möglichst kleinen Polizeiaufwand.

·         Gemeinsam gegen Menschen, welche die Vorschriften nicht einhalten.

·         Gemeinsam mit Fans, weil diese destruktives Verhalten gegen den FC Thun nicht unterstützen.

·         Gemeinsam mit dem FC Thun Berner Oberland, weil dieser an einem erfreulichen Spielbetrieb interessiert ist.

·         Gemeinsam mit der Behörde, weil diese die Gesetze durch­setzen muss.

 

Gemeinsame Risikobeurteilung, Einbezug der Erfahrungen

Auflagen werden jeweils nach einer gemeinsamen Risikobeurteilung und in Zusammenarbeit mit der Kantonspolizei festgelegt. Die Risikoeinstufungen können die Klubs, aber vor allem auch deren Fans – dazu gehören insbesondere auch die Gästefans – mitsteuern, denn wenn Spiele friedlich verlaufen, sollen keine Zusatzauflagen verfügt werden. Wenn aber damit gerechnet werden muss, dass der zwischen FC Thun und Stadt vereinbarte Grundkonsens verletzt wird, müssen Klubs und Fans mit Zusatzauflagen rechnen. Je nach Verlauf der Spiele werden Zusatzauflagen jeweils massge­schneidert und unter Wahrung der Verhältnismässigkeit festgelegt.

 

Für Spiele der beiden tieferen Risikokategorien grün und gelb gelten die allgemeinen Auflagen und auch eine Vorgabe der Route des Fanmarsches.

 

Zusatzauflagen für Spiele der höchsten Risiko-Kategorie

Für die Spiele der höchsten Risikokategorie rot gelten generell folgende Zusatzauflagen, die sich derzeit auf den Gästesektor beschränken:

 

1.     Im Gästesektor werden keine Zweihänderschwenkfahnen, Zaunfahnen, Doppelhalterfahnen oder Transparente sowie Choreoeinlagen jeglicher Art toleriert. Kurze Schwenkfahnen sind zulässig.

 

2.     Im Gästesektor müssen die Eingangskontrollen verstärkt werden, damit keine pyrotechnischen Gegenstände und dergleichen ins Stadion gelangen können.

 

Die Auflagen können angepasst werden, wenn es die Situation erfordert.

 

Lockerung des Alkoholverkaufsverbots wird geprüft

Zurzeit gilt im Gästesektor der Stockhorn Arena ein Alkoholverbot. Die Direktion Sicherheit und Soziales und die FC Thun AG prüfen zurzeit zusammen mit dem Regierungsstatthalter (Bewilligungsbe­hörde) eine Lockerung des Alkoholverbots im Gästesektor bei risikoarmen Spielen.

 

Auskünfte an die Redaktionen:

 

  • Peter Siegenthaler, Gemeinderat, Vorsteher der Direktion Sicherheit und Soziales, Tel. 033 225 85 86

 

  • Markus Lüthi, Präsident FC Thun AG, Tel. 079 360 80 87

 

Thun, 13. Februar 2015