Sicherheit im Schadaupark: Baumschnitte, Sicherungen und einzelne Fällungen

Damit Passantinnen und Passanten im Thuner Schadaupark nicht durch herabstürzende Äste oder gar umfallende Bäume gefährdet werden, führen die Stadt und ein externer Baumexperte laufend Kontrollen durch. Zur Sicherung alter, geschwächter Bäume werden jeweils Schnitte vorgenommen und Seilverbindungen angebracht. Fünf Bäume, die besonders stark von Pilz befallen sind, können nicht länger stabilisiert werden. Sie werden im Winter gefällt.

 

Eine der besterhaltenen englischen Parkanlagen Europas, der Schadaupark in Thun, ist sowohl ein attraktives Naherholungsgebiet der ansässigen Bevölkerung wie auch ein touristischer Anziehungspunkt. Charakteristisch für den Schadaupark sind – neben dem Schloss und dem Thun-Panorama – die zahlreichen grossen und alten Bäume. Mit zunehmendem Alter wächst allerdings auch die Wahrscheinlichkeit, dass sie von Pilz befallen und immer mehr geschwächt werden. In der Folge können grosse Äste auf Passantinnen und Passanten stürzen, zudem nimmt die Standfestigkeit der Bäume bei Sturmwind ab. Um die Sicherheit der Parkbesucher weiterhin zu gewährleisten, werden die Bäume regelmässig durch Spezialisten von Stadtgrün gepflegt.

 

Zugleich sind die Kontrollen unter Mitwirkung eines seit Jahren beigezogenen, erfahrenen externen Baumexperten intensiviert worden. Die Befunde zeigten, dass der Pilzbefall bei einigen Bäumen laufend stark zu- und die Stabilität abnimmt. Pflegeschnitte und Seilverbindungen zwischen den Ästen der Baumkronen gewährleisteten die Sicherheit für weitere Jahre. Bei fünf Bäumen jedoch ist der Befall durch verschiedene Pilzarten heute so weit fortgeschritten, dass Stadtgrün Thun sich entschlossen hat, sie im kommenden Winter zu fällen: eine Esche in der Nähe der Ländte, eine Buche beim Thun-Panorama sowie zwei Eichen und eine Esche am Seeufer vor dem Hotel Seepark (s. Planzskizze).

 

Stadt als Grundeigentümerin für Sicherheit verantwortlich

„Als Grundeigentümer des Schadauparks sind wir gesetzlich verpflichtet, alle notwendigen und zumutbaren Vorkehrungen zu treffen, um Schäden anderer zu verhindern“, erläutert Gemeinderat Konrad Hädener, Vorsteher der Direktion Bau und Liegenschaften, die Hintergründe. „Nach verstärkten Pflegemassnahmen an den bis zu 150-jährigen Bäumen sind nun auch einige Fällungen unumgänglich geworden.“ Sie werden ab Januar 2016 erfolgen.

  

Auch in späteren Jahren einzelne Fällungen

Aufgrund des seit mehreren Jahren beobachteten, fortschreitenden Pilzbefalls geht Stadtgrün davon aus, dass auch in den nächsten Jahren jeweils im Winter einzelne Bäume zur Gewährleistung der Sicherheit gefällt werden müssen – etwa einer bis drei pro Jahr. Wo die Raumverhältnisse und Wachstumsbedingungen dies zulassen, werden sie durch geeignete Jungbäume ersetzt.

 

Auskünfte an die Redaktionen:

 

  • Gemeinderat Konrad Hädener, Vorsteher der Direktion Bau und Liegenschaften, Tel. 079 263 77 39
  • Markus Weibel, Leiter Stadtgrün, Tel. 033 225 83 63

  

Thun, 7. September 2015