Mauern auf dem Schlossberg werden gesichert und ökologisch saniert

Auf dem Schlossberg beginnt die Stadt Thun in den nächsten Wochen mit ersten Massnahmen zur Sanierung mehrerer Mauern – sie werden stabilisiert und von Kletterpflanzen befreit. Dabei werden ökologisch wertvolle Pflanzen sowie Lebensräume für Kleinlebewesen unter Beizug von Experten geschont und gefördert.

 

Auf dem Schlossberg besitzt die Stadt Thun diverse Mauern. Einige weisen deutliche Verwitterungsspuren auf, andere sind teilweise oder ganz mit Efeu überwachsen. Nach einer detaillierten Überprüfung hat das Amt für Stadtliegenschaften entschieden, insgesamt rund 350 Meter sanierungsbedürftige historische Mauern instandzustellen, zu sichern und damit zu erhalten. Die Arbeiten werden in einzelne Etappen aufgeteilt und erfolgen über mehrere Jahre. Die Arbeiten für die erste Etappe beginnen in diesen Tagen.

 

Dabei wird ein Teil des stark wachsenden Efeus entfernt, unter anderem auch beim Burgtor, wo sich die Kletterpflanze bis in das Dach ausbreitet. Rund um das „Henkerstürmli“, westlich des Schlosses, werden mittels Sofortmassnahmen ausbrechende Mauerbereiche stabilisiert sowie Abdeckungen ergänzt und fixiert. So bleibt die Sicherheit der Schlossbergbesucher weiterhin gewährleistet. An diversen Stellen werden neben dem Efeu auch andere verholzende Pflanzen wie Hasel entfernt, da diese die Mauern beschädigen können. Nicht verholzende Pflanzen wie Blumenkissen und Gräser sowie Höhlen für Kleintiere werden nach Möglichkeit geschont und gefördert. In den nächsten Jahren sollen weitere Mauerbereiche angegangen werden. An bereits sanierten Mauerabschnitten werden jährliche Unterhaltsarbeiten durchgeführt, um den gewünschten Zustand beizubehalten.

 

Um eine fachgerechte und ökologische Sanierung sicher zu stellen, wurden unter anderem der Archäologische Dienst des Kantons Bern, die kantonale Denkmalpflege und der Naturschutzverband Pro Natura beigezogen. Beim Burgtor sind zudem die Anstösser, die Reformierte Gesamtkirchgemeinde Thun sowie das Kantonale Amt für Grundstücke und Gebäude (AGG) als Eigentümer mit involviert. In ähnlicher Weise saniert wurde bereits 2011 die hohe Kirchhofmauer auf der Nordostseite des Schlossberges. Für die nun anlaufende Erste Etappe sind rund 55‘000 Franken budgetiert.

  

Auskünfte an die Redaktionen:

 

  • Gemeinderat Konrad Hädener, Vorsteher der Direktion Bau und Liegenschaften, Tel. 079 263 77 39
  • Martin Bickel, Projektleiter Amt für Stadtliegenschaften,
    Tel. 033 225 84 26

 

Thun, 9. November 2015

Wie hier beim Burgtor breitet sich stark wachsender Efeu an den Mauern des Schlossbergs aus – ein Teil der Kletterpflanze muss entfernt werden.