Kriminalität und Opfererfahrung: Verbesserungen in diversen Bereichen

Im Auftrag der Kantonspolizei Bern hat die Firma Killias Research & Consulting 2015 eine Sicherheitsbefragung in der Stadt Thun durchgeführt. Die Studie wurde als Vertiefungsstudie im Rahmen der am 29. Februar präsentierten nationalen Sicherheitsbefragung realisiert. 500 Personen wurden kontaktiert. Die Auswertung der Daten zeigt, dass sich die Bürgerinnen und Bürger in der Stadt Thun grundsätzlich sicher fühlen. Dennoch war ein recht grosser Teil von ihnen in den letzten fünf Jahren von Straftaten gegen das Vermögen oder die Person betroffen. Die Werte liegen generell im Bereich der Ergebnisse für die Schweiz und den Kanton Bern.

 

Gestern veröffentlichte die Konferenz der kantonalen Polizeikommandanten die Ergebnisse einer nationalen Sicherheitsbefragung der Bevölkerung. Hierzu liegen unter anderem auch Daten zu Gemeinden in der Region Thun vor (s. separate Communiqués von heute, 1. März 2016). In der Stadt Thun führte die Firma Killias Research & Consulting (KRC) im Auftrag der Kantonspolizei Bern eine repräsentative Erhebung durch. Sie knüpft an eine Befragung aus dem Jahr 2011 an. Befragt wurden 500 Personen zu Delikten gegen das Vermögen (Einbruch und versuchter Einbruch, Diebstahl persönlichen Eigentums und Diebstahl von Velos) sowie gegen die körperliche Integrität (Raub, sexuelle Übergriffe, Tätlichkeit/Drohung).

 

Die Erkenntnisse zur Stadt Thun:

 

Mehr Einbrüche, weniger Einbruchsversuche

Während die Einbrüche im Fünfjahresvergleich zugenommen haben, nahmen die Einbruchsversuche ab. Die Kantonspolizei hat auf die Zunahme der Einbrüche bereits im vergangenen Jahr mit gezielten Verkehrs- und Personenkontrollen, Überwachungsmassnahmen sowie entsprechender Präventionsarbeit reagiert.

 

Weniger Körperverletzungen, mehr sexuelle Übergriffe

Entsprechend dem nationalen Trend haben Tätlichkeiten und Körperverletzungen sowie Raub (einschliesslich Entreissdiebstähle) auch in Thun abgenommen, wogegen sexuelle Übergriffe zugenommen haben. Die sexuellen Übergriffe fanden aber grossmehrheitlich nicht in der Stadt Thun statt. Mit gezielten Kontrollen, sichtbarer Polizeipräsenz und Präventionsmassnahmen sollen die erwähnten Delikte weiter minimiert werden.

 

Verkehrskontrollen gut akzeptiert

Die grosse Mehrheit der Befragten ist mit der Häufigkeit von Kontrollen des ruhenden und rollenden Verkehrs zufrieden. Massnahmen zur Trennung von Langsam- und Autoverkehr stossen bei den Befragten am meisten auf Sympathie. Die Stadt Thun ist bestrebt, hier laufend Verbesserungen zu erzielen. Die Kantonspolizei ihrerseits wird dem korrekten Verhalten von Fussgängern, Zweirad- und Autofahrer/innen ebenfalls mit gezielten Kontrollen und Aufklärungsarbeit begegnen.

 

Weiter hat die Abteilung Sicherheit, zusammen mit der Kantonspolizei, Autofahrer, die mit ihren getunten Fahrzeugen zu schnell fahren und zu viel Lärm verursachen, als neuen Brennpunkt definiert. Hier werden konsequent Gegenmassnahmen entwickelt und umgesetzt.

 

Littering und Vandalismus werden beobachtet und bekämpft

Die Bereiche Littering und Vandalismus, welche bei einem Grossteil der Bevölkerung ebenfalls ein Problem darstellen, werden durch die Kantonspolizei im Auge behalten, und zwar durch Fuss- und Fahrradpatrouillen. Innerhalb der Stadt Thun lanciert die Arbeitsgruppe Littering regelmässig Aktionen mit dem Ziel, Littering und Vandalismus zu verhindern.

 

Zusammenarbeit zwischen Stadt und Kantonspolizei bewährt sich

Seit 2003, als die damalige Stadtpolizei durch Police Bern abgelöst wurde, verfügt die Stadt Thun über einen Zusammenarbeitsvertrag mit der Kantonspolizei. Die Vereinbarung regelt die Art und den Umfang der Dienstleistungen der Kantonspolizei für die Stadt Thun. Mit dem Einkauf dieses umfassenden Dienstleistungspaketes ist Thun bereit, mehr als ein Minimum in die Sicherheit zu investieren. Die vorliegende Studie zeigt, dass sich dieses Vorgehen bewährt hat. Der Gemeinderat wird auch in Zukunft an dieser Sicherheitspolitik festhalten.

 

 

Auskünfte an die Redaktionen:

 

·         Gemeinderat Peter Siegenthaler, Vorsteher der Direktion Sicherheit und Soziales, Tel. 079 208 27 93

 

·         Daniel Wetli,Chef Polizei Thun, Tel. 079 655 20 62

 

·         Reto Keller, Abteilungsleiter Sicherheit, Tel. 079 311 12 60

 

 

Thun, 1. März 2016