Rechnung 2015 schliesst ausgeglichen ab

 

Medienkonferenz vom Mittwoch,

30. März 2016, 10.00 Uhr

 

Die Rechnung 2015 der Stadt Thun schliesst bei einem Gesamtaufwand und Gesamtertrag von je 292 Mio. Franken ausgeglichen ab. Positiv auf das Ergebnis ausgewirkt haben sich Einsparungen und höhere Steuereinnahmen. Das Stadtparlament wird an seiner Juni-Sitzung über die Rechnung befinden.

 

Bei einem Gesamtaufwand und einem Gesamtertrag von je 292,4 Mio. Franken schliesst die Jahresrechnung 2015 der Stadt Thun, wie budgetiert, ausgeglichen ab. Der Gemeinderat wird dem Stadtrat die Rechnung an dessen Sitzung vom 3. Juni 2016 zur Genehmigung vorlegen. Dank Einsparungen und höheren Steuereinnahmen kann der bauliche Unterhalt im Ausmass von knapp 90 % der laufenden Rechnung belastet werden. Die Entnahme aus dem Bestand der Spezialfinanzierung ist damit um 5,0 Mio. Franken tiefer als veranschlagt.

 

Steuerertrag wächst weiterhin nur gering

Gegenüber dem Voranschlag 2015 sind beim Steuerertrag  mit netto 115,3  Mio. Franken Mehreinnahmen von 2,0 Mio. Franken zu verzeich­nen. Gegenüber der Rechnung 2014 beträgt der Mehrertrag ebenfalls 2,0 Mio. Franken. Die Erhöhung der Eigenmietwerte steigert den Gemeindesteuerertrag der Stadt Thun ab dem Jahr 2015 um 0,7 Mio. Franken.

 

Einsparungen beim Sach- und Zinsaufwand

Der Personalaufwand ist mit 60,7 Mio. Franken um 0,8 Mio. Franken hö­her als budgetiert. Um 1,2 Mio. Franken übersteigen die Löhne den Vor­anschlagswert, was vor allem auf die im Zeitpunkt der Budgetierung durch den Stadtrat noch nicht beschlossene Übernahme der Sportanlagen und des Betriebspersonals von der Genossenschaft Stadion Lachen und Kunsteisbahn Thun und von der Curlinghalle Grabengut AG zurückzuführen ist. Im Gegenzug entfallen die bisherigen finanziellen Beiträge der Stadt an die Genossenschaft. 0,6 Mio. tiefer als geplant ist der Aufwand für die Pensionskasse.

 

Der Sachaufwand – z.B. Anschaffungen, Unterhalt, Verbrauchsmaterial, Dienstleistungen Dritter – ist mit 48,1 Mio. Franken um 3,6 Mio. tiefer als budgetiert. Davon sind 3,4 Mio. Franken auf geringere Unterhaltsausgaben zurückzuführen.

 

Die Passivzinsen liegen mit 1,9 Mio. Franken 0,6 Mio. unter dem Voranschlagswert. Die mittel- und langfristigen Schulden betragen wie im Vorjahr 101 Mio. Franken.

 

Weniger Aufwand bei der Sozialhilfe

Gesamthaft beträgt der Nettoaufwand für die Produktegruppe Sozialhilfe 25,2 Mio. Franken. Gegenüber dem Voranschlag 2015 beträgt der Minder­aufwand 2,1 Mio. Franken und gegenüber der Rechnung 2014 2,4 Mio. Franken. Demgegenüber liegt der Beitrag an den kantonalen Lastenaus­gleich Sozialhilfe um 1,1 Mio. Franken über dem budgetierten Wert.

 

Zahlungen für Lastenausgleichsbereiche etwas tiefer als budgetiert

Die Beiträge der Stadt Thun an die sechs Lastenausgleichssysteme zwi­schen dem Kanton Bern und den bernischen Gemeinden betragen total 57,8  Mio. Franken – 0,6 Mio. weniger als budgetiert. Sie machen damit 50 % des Gemeindesteuerertrages aus.

 

Die Leistungen aus dem Finanzausgleich an die Stadt Thun liegen 0,4 Mio. Franken über dem Voranschlagswert und betragen total 11,3 Mio. Franken. Dies entspricht knapp 10 % des Gemeindesteuerertrages, bzw. rund 1,9 Steueranlagezehnteln.

 

Tiefere Investitionsausgaben

Die Nettoinvestitionen betragen 13,6 Mio. Franken. Geplant waren Ausga­ben von insgesamt 17,6 Mio. Franken. Der Realisierungsgrad der ge­planten Investitionen beträgt knapp 80 %. Die gesetzlichen Mindestab­schreibungen beim Steuerhaushalt sind 0,7 Mio. Franken tiefer als budge­tiert.

 

Hoher Mittelbedarf für den baulichen Unterhalt

Der Aufwand für den baulichen Unterhalt von Hoch- und Tiefbauten ist mit netto 18,3 Mio. Franken nur 1,2 Mio. Franken geringer als budgetiert und kann im Ausmass von 15,8 Mio. Franken der Rechnung 2015 belastet werden. Vorgesehen war eine Belastung im Ausmass von 10,8 Mio. Fran­ken. Aus dem Bestand der Spezialfinanzierung müssen so nur 2,5 Mio. Franken entnommen werden. Budgetiert war diese Entnahme mit 8,7 Mio. Franken. Das Anliegen des Stadtrates, für die überdurchschnittlich hohen Unterhaltsausgaben in den nächsten Jahren genügend finanzielle Mittel bereitzustellen, kann damit auch im Rechnungsjahr 2015 berücksichtigt werden. Der Aufgaben- und Finanzplan sieht für die Jahre 2016 bis 2019 für den baulichen Unterhalt Ausgaben von total 74,1 Mio. Franken vor. Die Spezialfinanzierung hat einen Bestand von 24,8 Mio. Franken.

 

 

Auskünfte an die Redaktionen:

 

·      Stadtpräsident Raphael Lanz, Vorsteher Präsidiales und Finanzen,
Tel. 033 225 82 15

 

·       Finanzverwalter Daniel Wegmüller, Tel. 033 225 82 86

 

 

Thun, 30. März 2016