Der Wildpflanzenmärit feiert Jubiläum

Am Samstag, 13. Mai eröffnet Gemeinderätin Marianne Dumermuth den 20. Thuner Wildpflanzenmärit. Nebst dem Pflanzenverkauf gibt es eine Ausstellung zum Thema „Stadtraum – Lebensraum“ zu sehen. Besonders im Fokus stehen die einheimischen Orchideen. Die Stadt engagiert sich für den Schutz der gefährdeten Pflanzen und zählt dabei auch auf die Mithilfe aus der Bevölkerung.

Seit 1998 ist der Thuner Wildpflanzenmärit auf dem Mühleplatz der alljährliche Treffpunkt für Pflanzenfreunde und Gartenliebhaberinnen. In diesem Jahr feiert er sein 20-jähriges Bestehen. Eröffnet wird die Jubiläumsausgabe am 13. Mai, um 9 Uhr von Gemeinderätin Marianne Dumermuth, Vorsteherin der Direktion Stadtentwicklung.

An rund 20 Ständen präsentieren und verkaufen danach verschiedene Fachbetriebe einheimische Wildpflanzen und Kräuter, zudem erhalten die Hobby-Gärtnerinnen und -Gärtner Tipps von Profis. Am Stand der Stadt Thun stehen unter anderem die einheimischen Orchideen im Fokus. Die Stadt setzt sich für den Schutz der gefährdeten Pflanzen ein und hat im Rahmen der Ortsplanungsrevision ein Pflegekonzept in Auftrag gegeben (siehe Zweittext unten).

Am Wildpflanzenmärit werden zudem Bücher, Naturkosmetik, Kunsthandwerk und Kräuterkurse angeboten. Für die Verpflegung (aus Wald und Wiese) ist ebenfalls gesorgt. Zwischen 13 und 14 Uhr signiert Hanspeter Latour sein neues Buch „Das isch doch e Schwalbe“. Ein spezielles Angebot für Kinder rundet den Anlass ab.

Ausstellung zu Freiraumthemen

Als Jubiläums-Attraktion erwartet die Besucherinnen und Besucher unter dem Titel „Stadtraum – Lebensraum“ eine Ausstellung zu den Landschafts- und Freiraumthemen der Ortsplanungsrevision von Thun. Denn eine Ortsplanungsrevision hat nicht nur mit Bauen, sondern auch mit der Sicherung und dem Gestalten der öffentlichen Räume sowie der Entwicklung von Landschafts- und Naherholungsräumen zu tun. Natur im Siedlungsraum ist ebenfalls ein Thema.

Organisiert wird der Wildpflanzenmärit von der Fachstelle Energie und Umwelt der Stadt Thun.

 

Thuner Wildpflanzenmärit

 

Samstag, 13. Mai, 9 bis 15 Uhr, Mühleplatz Thun

Spezialthema: „Stadtraum – Lebensraum“

Zwischen 13 und 14 Uhr signiert Hanspeter Latour am Stand der Krebser AG sein Buch „Das isch doch e Schwalbe“.

Thun engagiert sich für den Artenschutz

Wer Orchideen gesehen hat, kann dies melden

Orchideen gibt es nicht nur in Blumengeschäften, sondern auch in der freien Natur und sogar im Siedlungsraum Thun. In der Schweiz sind rund 75 Orchideenarten heimisch. Sie sind jedoch selten und deshalb gefährdet. Aufgrund bisheriger Fundmeldungen wird davon ausgegangen, dass bereits ca. 30 Prozent der Orchideenarten aus Thun verschwunden sind, wie zum Beispiel der Frauenschuh. Doch dies muss nicht so bleiben. Erhalten lässt sich aber nur, was auch bekannt ist. Die Stadt Thun lässt deshalb in diesem Jahr im Rahmen der Ortsplanungsrevision ein Orchideenpflegekonzept erarbeiten. Dieses beinhaltet eine Erhebung der Vorkommen im ganzen Stadtgebiet, eine Zustandsbeurteilung der Fundorte und eine Massnahmenplanung und Priorisierung für gefährdete Standorte. Thun möchte mit dem Pflegekonzept den Bestand der Orchideen erhalten.

Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen, bei der Erfassung der Standorte mitzuhelfen. Personen, die Orchideen in ihren Gärten, auf Flachdächern, auf Wiesen oder im Wald gesichtet haben, melden sich am Wildpflanzenmärit am Stand der Stadt Thun.

Sie können sich auch direkt an den Ökologen und Geologen Christian Gnägi wenden, der das Orchideenpflegekonzept erarbeitet: Christian Gnägi, Tel. 077 454 65 83 oder christian.gnaegitest@gmx.ch. Bitte Name und Adresse angeben für Rückfragen. Wenn möglich Orchideenart mit Foto und Fundort angeben. Abbildungen aller Schweizer Orchideen findet man unter www.ageo.ch