Keine zusätzlichen Auflagen beim Spiel FC Thun gegen BSC Young Boys

Am 28. Mai findet in der Stockhorn Arena die Partie zwischen dem FC Thun und dem BSC Young Boys statt. Der Vorsteher der Direktion Sicherheit und Soziales der Stadt Thun verzichtet auf Zusatzauflagen, da er für deren Umsetzung keine Unterstützung spürt. Es gelten die Bestimmungen der rechtsgültigen Rahmenbewilligung.

Am 9. Februar 2014 haben über 80 Prozent der Thuner Stimmberechtigten dem Hooligan-Konkordat zugestimmt. Dieses Konkordat sieht die Möglichkeit von Auflagen für Fussballspiele vor. Es ist Aufgabe der Direktion Sicherheit und Soziales der Stadt Thun, gemeinsam mit der Kantonspolizei und dem FC Thun für die Sicherheit rund um Fussballspiele zu sorgen.

Verhältnismässige Auflagen

Das Ziel des Thuner Sicherheitsdirektors Peter Siegenthaler ist es, in Thun friedliche Fussballfeste zu ermöglichen. Leider machen die Fussballfans immer wieder mit gefährlichen und destruktiven Aktionen von sich reden. Diese einfach hinzunehmen, ist für Gemeinderat Peter Siegenthaler – auch aufgrund des Hooligan-Konkordats – keine Option. Er hat die negativen Begleiterscheinungen des Fussballs bisher mit verhältnismässigen Auflagen versucht zu minimieren und deshalb beim Spiel gegen den FC Luzern vom 6. Mai ein Fahnenverbot verhängt. Dieses stiess auf heftige Kritik, auch beim FC Thun.

Konstruktive Zusammenarbeit wird vermisst

Die Direktion Sicherheit und Soziales bemüht sich um eine Zusammenarbeit mit den Clubs und den Fans. Denn nur gemeinsam kann man gegen Ausschreitungen und Gewalt an Fussballspielen vorgehen. Der Wille, die Probleme an der Wurzel zu packen und gemeinsam wirkungsvolle Massnahmen zu verhängen und durchzusetzen, wird seitens der Direktion Sicherheit und Soziales vermisst. Sie erwartet in Zukunft eine bessere Unterstützung des FC Thun, des Schweizerischen Fussballverbandes (SFA) und der Swiss Football League (SFL).

Um die beim letzten Kantonsderby (11. Dezember 2016) verhängten Auflagen foutierten sich die Fans, so dass es erneut zu Zwischenfällen kam. Gestützt auf die Vorfälle wäre es gerechtfertigt, im Hinblick auf das kommende Spiel zwischen dem FC Thun und dem BSC Young Boys strengere Zusatzauflagen zu verhängen. Denkbare Möglichkeiten wären, den Fanwalk nochmals zu verbieten und das Verbot durchzusetzen oder den Gästesektor zu schliessen. Auf beide Varianten wird verzichtet. Es gelten die Bestimmungen der rechtsgültigen Rahmenbewilligung für die Fussballsaison 2016/2017.