Thunpreis 2007 für den Löschzug Thun

Der Löschzug Thun, der dieses Jahr sein 100-Jahre-Jubiläum feiert, erhält den Thunpreis 2007. Dies erfuhren die 31 Mitglieder der halbprofessionellen, schweizweit wohl einmaligen Ersteinsatztruppe aus Selbständigerwerbenden anlässlich ihres Jubiläums-Festaktes. Gemeinderat Peter Siegenthaler, Vorsteher der Direktion Sicherheit, überbrachte den Preis namens der Stadtregierung als Überraschung - im Rahmen einer Grussbotschaft.  

 

Die Überraschung im Saal der Hotelfachschule Thun am Freitagnachmittag war perfekt: Ganz am Schluss seiner Ansprache anlässlich des Festaktes vor geladenen Gästen sagte Gemeinderat und oberster "Feuerwehr-Chef" Peter Siegenthaler: "Die Stadtregierung hat beschlossen, dass der Thunpreis 2007 an den Löschzug geht. Damit unterstreicht der Gemeinderat seinen grossen Dank und seine Anerkennung an die aktiven und ehemaligen Mitglieder dieser ganz spezifischen Thuner Einrichtung." Daraufhin überreichte der Vorsteher der Direktion Sicherheit der Stadt Thun dem Kommandanten des Löschzuges, Hptm Daniel Hürzeler und den 30 weiteren Löschzug-Mitgliedern die Thun-Preis-Skulptur, eine vom Wimmiser Künstler Erich Oetterli geschaffene Figur aus Drahtgeflecht, sowie eine Urkunde.

 

"Tausende Stunden für unsere Sicherheit"

"Sie alle haben zusammengerechnet tausende von Stunden in unsere Sicherheit investiert", würdigte Siegenthaler die Löschzügler. Mit dem Thunpreis 2007 unterstreiche der Gemeinderat seinen grossen Dank an die aktiven und ehemaligen Mitglieder dieser ganz spezifischen Thuner-Einrichtung. "Er anerkennt die grosse ehrenamtliche Arbeit, er ist froh, dass es euch gibt. Die Stadtregierung wünscht den Fortbestand dieser Institution im Wissen, dass auch sie sich verändern wird, verändern muss", führte der Sicherheitsvorsteher weiter aus.Die Tatsache, dass der Löschzug aus lauter aktiven Gewerblern bestehe, sei die Garantie, dass dieser ständig notwendige Wandel auch machbar sei.

 

Mit dem Thunpreis anerkennt der Gemeinderat seit 1998 jeweils "ein ausserordentliches Engagement für die Allgemeinheit". Der Löschzug Thun, der 1907 als Ersteinsatztruppe ins Leben gerufen wurde und ausschliesslich aus Selbständigerwerbenden besteht - sie waren die einzigen, die telefonisch erreichbar waren -  rückte beispielsweise letztes Jahr zu rund 240 Einsätzen aus. Zusätzlich absolviert jedes Mitglied jährlich 40 bis 70 Übungen. Nebst der Brandbekämpfung gehören Öl- und Chemiewehr, Strassenrettung und Strahlenschutz zu den Aufgaben. Entschädigt werden die Löschzug-Mitglieder lediglich mit einem Sold. Sie erhalten weder Lohn noch Nacht- und Sonntagszulagen. Das System des Löschzugs Thun als Ersteinsatztruppe gilt als schweizweit einmalige, kostengünstige und sehr wirksame halb-professionelle Institution.

 

Bisherige Thunpreise

 

Seit 1998 ehrte der Thuner Gemeinderat fast jedes Jahr eine Persönlichkeit oder eine Organisation mit dem Thunpreis:

 

1998: Niklaus Schönholzer (Innenstadtfeste)

1999: Thuner Frauenzentrale (Freiwilligenarbeit)

2000: Peter Küffer und Louis Hänni (Lokalhistoriker)

2001: Heilsarmee Thun (soziales Engagement)

2003: Kurt Wälti (Entwicklungsarbeit Thun-Togo)

2004: Markus Krebser (Thun-Dokumentationen)

2005: Otto Bähler (freiwillige Vormundschaften)

 

Thun, 24. August 2007