Meilenstein in der Arealentwicklung im ESP Thun Nord

Die Wirtschaftsförderung der Stadt Thun hat in Zusammenarbeit mit dem Planungsamt und dem Amt für Stadtliegenschaften einen Meilenstein in der Arealentwicklung erreicht. Für die erste Teilfläche auf dem Areal des ESP Thun Nord startete die Stadt die Suche nach einem Entwicklungspartner. Erste Nutzerin ist die Empa, die im Jahr 2022 einziehen wird.

Das Gelände des Entwicklungsschwerpunktes (ESP) Thun Nord gilt als grösstes räumliches Potenzial bezüglich wirtschaftlicher Arealentwicklung in Thun. Im Rahmen dieser Arealentwicklung werden in den nächsten 15 Jahren rund 62 Hektaren, die bisher für die Armee und armeenahe Unternehmungen genutzt wurden, schrittweise neu organisiert und zum Teil der Privatwirtschaft zugeführt. Der Mangel an zur Verfügung stehenden Arbeitsflächen kann damit reduziert werden. Nach eineinhalb Jahren Vorarbeit konnte die Stadt Thun nun für das erste Baufeld (Parzelle B5) die Suche nach einem Entwicklungspartner starten. «Es freut mich sehr, dass es uns gelungen ist, mit der armauisse eine Einigung für die Übernahme des Baufeldes B5 zu erzielen. Nebst der Entspannung bei der in Thun knappen Verfügbarkeit an Arbeitszonen, ermöglicht uns dieses Areal auch die Umsiedlung der Empa», so Stadtpräsident Raphael Lanz.

Transformation des Armeeareals

Die Parzelle B5 liegt an der Kreuzung Allmendstrasse/General-Wille-Strasse beim Auslauf der Alpenbrücke. Sie ermöglicht dem Wirtschaftsstandort Thun ein Ansiedlungspotenzial von rund 50'000 m2 Bruttogeschossfläche. Dies ergibt neue Möglichkeiten für die An- und Umsiedlung von Unternehmungen. Die künftigen Flächen auf dem B5 sollen in drei Etappen der Wirtschaft zur Verfügung gestellt werden. Hierfür wird nun ein Entwicklungspartner gesucht, der das Areal in Zusammenarbeit mit der Stadt Thun an den Markt bringt. Die vier eingeladenen Unternehmungen erarbeiten bis im Frühjahr 2019 einen Vorgehensvorschlag. Im Rahmen einer Weiterbearbeitung mit zwei Bewerbern ist die Erarbeitung von Vorprojekten und danach die abschliessende Wahl eines Vertragspartners vorgesehen.

Neuer Standort für die Empa

Vor zwei Jahren konnte die Stadt Thun in Zusammenarbeit mit dem Kanton mit einem Unterstützungspaket den Standort der Empa in Thun langfristig sichern. Hierbei konnte ebenfalls vereinbart werden, dass die Empa den Standort Thun in Bezug auf Fläche und Mitarbeitende erheblich vergrössert. Mit der Parzelle B5 kann auch der im Unterstützungspaket vorgesehene neue Standort der Empa realisiert werden. Dazu der Wirtschaftsbeauftragte der Stadt Thun, Stefan Otziger: «Im Hinblick auf die weitere Entwicklung ist auch der im Umfeld der Empa vorgesehene Technocampus von grosser Bedeutung. Hier sollen künftig start-ups aus dem Umfeld der Empa vereinfachte Startbedingungen vorfinden und von Synergien mit der Empa profitieren.»