Ursula Haller verzichtet auf Regierungsrats-Kandidatur

Mitteilung von Ursula Haller an die Medien:

Sehr geehrte Damen und Herren

Ich habe das überdeutliche Verdikt des Landesverbandes Oberland vom vergange’­nen Dienstag, 27. November 2007 zur Kenntnis genommen. Die Delegierten haben - leider ohne die Gründe offen zu legen, weshalb ich nicht wählbar bin und dem An’­forderungs’­profil offensichtlich nicht zu genügen vermag, aber auch ohne mir Gele’­genheit zu ge’­ben, zu allfällig vorhandenen Vorbehalten Stellung nehmen zu können - diskussionslos entschieden, dass sie mit zwei anderen Personen an der kommenden Delegiertenver’­sammlung der SVP Kanton Bern um den frei gewordenen Sitz im Re’­gierungsrat antreten werden.  

Ich respektiere dieses Resultat. Deshalb ziehe ich auch die durch die Sektion Thun zu’­handen der Kantonalen Delegiertenversammlung direkt erfolgte Nomination zurück - in Absprache mit der Parteileitung der SVP Thun. Ich werde an der Kantonalen De’­legier’­tenversammlung als Kandidatin nicht zur Verfügung stehen.

Dieser Entscheid ist mir schwer gefallen. Ich stehe dazu, dass ich enttäuscht bin. Ent’­täuscht vor allem über das aus meiner Sicht unsensible Vorgehen, welches mir nicht den Hauch einer Chance liess. Seit 30 Jahren bin ich Mitglied der Schweizerischen Volkspar’­tei, seit 20 Jahren habe ich mich auf Ebene Gemeinde, Kanton und Bund engagiert und versucht, mein Bestes zu geben - im Wissen um meine Stärken und Schwächen und mit dem Eingeständnis, dabei auch Fehler gemacht zu haben. Trotzdem haben mir immer breite Teile der Bevölkerung bei allen Wahlen ein grosses Vertrauen ausgesprochen, welches in letzter Konsequenz auch der Partei zu Gute kam.

Ich werde meine Arbeit auf Gemeinde- und Bundesebene mit vollem Engagement wei’­ter führen und mich weiterhin dafür einsetzen, dass die Schweizerische Volkspartei eine Partei bleibt, die hart und konsequent in der Sache politisiert, ohne Andersden’­kende ausgrenzen zu müssen. Schlussendlich hoffe ich auch, dass der politische Erfolg meiner Partei und die damit verbundene Macht nicht dazu führen, Sensibilität und Respekt ge’­genüber den Mitmenschen zu verlieren.

Ursula Haller

Vizestadtpräsidentin/Gemeinderätin

Nationalrätin; Thun