Schwimmhalle Heimberg: Thuner Gemeinderat unterstützt regionale Lösung mit einem nachvollziehbaren und gerechten Kostenteiler

Der Gemeinderat hält an seiner Bereitschaft fest, zusammen mit anderen Gemeinden eine regionale Schwimmhalle in Heimberg zu realisieren. Da jedoch die gestellte Bedingung eines Kostenteilers für die Realisierung des Gesamtprojektes nicht erfüllt ist, kann er der Genossenschaft Sportzentrum Heimberg den Beitrag von 150'000 Franken für das Vorprojekt nicht auszahlen.

Die Thuner Gemeinderat ist nach wie vor bereit, das Hallenbad-Projekt der Genossenschaft Sportzentrum Heimberg unter den genannten Bedingungen zu unterstützen und sich damit ausserhalb des Gemeindegebietes namhaft an der Finanzierung eines Infrastrukturprojektes zu beteiligen. Am 21. März 2019 hatte der Thuner Stadtrat einen entsprechenden Verpflichtungskredit von maximal 150’000 Franken für das Vorprojekt von total 300'000 Franken bewilligt. Diese Kostenbeteiligung der Stadt Thun knüpften Regierung und Parlament allerdings an die Bedingung, dass ein nachvollziehbarer und gerechter Kostenteiler für das Gesamtprojekt besteht, der dem tatsächlichen Nutzen der neuen Schwimmhalle für die einzelnen Gemeinden entspricht. Da ein solcher Kostenteiler nicht vorliegt, kann der Gemeinderat den von der Genossenschaft ersuchten Beitrag an das Vorprojekt nicht auszahlen.

Ein regionales Projekt ist auf regionale Solidarität angewiesen
Im Antrag an den Stadtrat hielt der Gemeinderat im Frühling 2019 bereits fest: «Ein regionales Projekt ist auf regionale Solidarität angewiesen.» Der Gemeinderat bekennt sich nach wie vor ausdrücklich zu dieser Solidarität. Sie kann aber nicht nur einseitig sein. Offenbar ist die Stadt Thun jedoch die einzige Gemeinde, die bereits öffentlich zugesichert hat, dass sie sowohl bei der Projektierung wie auch bei der Realisierung ihren Beitrag gemäss einem nachvollziehbaren Kostenteiler leisten will. Die Beteiligung der Stadt Thun bedingt, dass sich die anderen Gemeinden ebenfalls solidarisch zeigen. Alles andere wäre einseitig. Es liesse sich zudem gegenüber den Thuner Stimmberechtigten kaum erklären, wenn sich die Stadt mit einem Beitrag an ein regionales Infrastrukturprojekt beteiligte, der über dem tatsächlichen Nutzen für die Thuner Bevölkerung liegt.

Stadt Thun wird ihren Beitrag leisten, wenn …
Der Gemeinderat anerkennt ausdrücklich die Bemühungen der Genossenschaft Sportzentrum Heimberg, in diesem Geschäft einen Schritt weiter zu kommen. Er bedauert aber, dass es nicht möglich ist, sich vor Inangriffnahme dieses regionalen Projektes über einen Kostenteiler zu einigen. Dies ist für den Erfolg des Vorhabens eine unabdingbare Voraussetzung, denn der Thuner Gemeinderat möchte vermeiden, dass das Projekt nach erfolgter Planung aus Kostengründen nicht realisiert werden kann. Sollte sich zeigen, dass die anderen Gemeinden bereit sind, die erforderliche Unterstützung für die Planung und Realisierung einer regionalen Lösung ebenfalls zuzusichern, wird die Stadt Thun ihren Beitrag leisten.