Coronavirus: Stadt Thun unterstützt Massnahmen von Bund und Kanton

Die Coronavirus-Task-Force der Stadt Thun mit Stadtpräsident Raphael Lanz und Gemeinderat Peter Siegenthaler hat die heutigen Entscheide von Bund und Kanton analysiert und begrüsst das entschlossene Vorgehen, um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen. Die Vorgaben und Empfehlungen werden in der Stadt Thun ab sofort umgesetzt. Die Stadtratssitzung vom 19. März 2020 ist abgesagt. Die Kunsteisbahn Grabengut wird per sofort geschlossen, Turn- und Sporthallen bleiben vorläufig geöffnet.

Der Bundesrat hat heute Nachmittag dringliche Massnahmen beschlossen, um das Coronavirus einzudämmen. Die «besondere Lage» wird dadurch noch weiter spür- und sichtbar: Schweizweit dürfen keine Anlässe mit mehr als hundert Personen mehr durchgeführt werden. Die Schulen auf allen Bildungsebenen werden geschlossen. In Bars, Restaurants und Diskotheken dürfen sich maximal 50 Personen aufhalten. Zusätzlich sind im Kanton Bern ab sofort Besuche in Altersheimen und Spitälern (mit Ausnahmen) verboten.

Schutz der Bevölkerung an erster Stelle

«Der Alltag wird sich in den nächsten Wochen anders gestalten als gewohnt», sagt Stadtpräsident Raphael Lanz. «Es ist wichtig, dass wir untereinander die nötige Distanz wahren und Personenansammlungen vermeiden. Der Schutz der Bevölkerung steht an erster Stelle. Gleichzeitig wollen wir aber im Meistern dieser Pandemie Solidarität beweisen und zeigen, dass wir zusammenstehen.» Die Lage sei ernst, aber man verfüge auf allen Ebenen über die nötigen Mittel, um diese besondere Situation zu meistern. In der Stadtverwaltung sind die nötigen Massnahmen getroffen worden, um die Dienstleistungen zugunsten der Bevölkerung weiterhin aufrechterhalten zu können.

Stadtratssitzung abgesagt

Die Stadtratssitzung vom Donnerstag, 19. März 2020 ist aufgrund der neuen Vorgaben und nach einer Risikoanalyse abgesagt worden. Der Betrieb des Kunsteisbahn Grabengut wird per sofort eingestellt. Die städtischen Turn- und Sporthalten bleiben hingegen vorläufig für die Benützung geöffnet.  

Alle Schulen bis am 4. April geschlossen

Bis am 4. April schliessen im Kanton Bern und somit auch in Thun die Schulen auf allen Bildungsniveaus. Die Schulleitungen und Lehrpersonen organisieren mit Arbeitsaufträgen per Post und per Mail den Fernunterricht. Der Kanton Bern hat in Aussicht gestellt, dass Betreuungsmöglichkeiten organisiert werden, wenn keine solchen zu Hause bestehen. Wichtig ist, dass der Kontakt zu
Grosseltern gemieden wird und weitere durch das Coronavirus besonders gefährdete Personen geschützt werden können.

Hotline für die Bevölkerung

Für die Bevölkerung hat der Kanton Bern eine Hotline eingerichtet. Wer die Nummer 0800 634 634 wählt, bekommt Beratung auf allgemeine Fragen rund um die Corona-Situation im Kanton Bern. Für medizinische Auskünfte steht weiterhin die Hotline des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) zur Verfügung: +41 58 463 00 00.