Bau des gemeinsamen Regenbeckens in Hünibach startet

Hilterfingen, Thun, Oberhofen und Sigriswil realisieren gemeinsam ein regionales Entwässerungsprojekt. Am 15. Juni erfolgte auf der Ländtematte in Hünibach der Spatenstich für das Abwasserrückhaltebecken. Gebaut wird voraussichtlich bis im Sommer 2021.

Weil die 40-jährige Abwasserleitung am rechten Thunerseeufer überlastet ist, haben die vier Gemeinden Hilterfingen, Thun, Oberhofen und Sigriswil gemeinsam ein regionales Entwässerungskonzept erarbeitet (vgl. Gemeinsame Medienmitteilung vom 14. Februar 2020). Ein neues unterirdisches Abwasserrückhaltebecken soll die Kapazitätsprobleme beheben. Am 15. Juni startete der Bau des Regenbeckens. Vertreter der vier Gemeinden trafen sich zum Spatenstich. «Dank optimaler Zusammenarbeit können wir das Abwasserproblem von vier Gemeinden mit einem gemeinsamen Projekt lösen», betont der Thuner Gemeinderat Konrad Hädener. «Wir freuen uns, nach der intensiven Vorbereitung und Planung jetzt mit der Ausführung des Projekts zu starten, um künftig Schäden an Gebäuden und Infrastrukturen zu verhindern», so Gerhard Beindorff, Gemeindepräsident von Hilterfingen.

Bau in vier Phasen bis Sommer 2021

In den ersten beiden von insgesamt vier Bauetappen werden bis Ende November die Werkleitungen in der angrenzenden Alpenstrasse angepasst und das Regenbecken erstellt. Während dieser Zeit ist die Alpenstrasse im Bereich der Baustelle nur zu Fuss passierbar. Im Januar und Februar 2021 wird die Entlastungsleitung, die bei Gewitterregen das vorgereinigte Wasser vom Becken in den See führt, gebaut. In der letzten Etappe von Mitte Februar bis in den Sommer sind die technische Aufrüstung der Anlage und Fertigstellungsarbeiten vorgesehen. Während der gesamten Bauzeit ist der Zugang zur Schiffländte möglich. Lärmemissionen werden so gering wie möglich gehalten.

Gemeinsame Finanzierung und Umsetzung

Das Regenbecken mit Betriebsgebäude kostet 3,1 Millionen Franken. Die Stadt Thun übernimmt 55 Prozent der Kosten, Hilterfingen 18 Prozent, Oberhofen 6 Prozent und Sigriswil 21 Prozent.