Stadt Thun führt elektronisches Baubewilligungsverfahren ein

Ab dem 1. Februar ist es möglich, Baugesuche bei der Stadt Thun auch digital einzureichen. Dadurch wird der Baubewilligungsprozess effizienter und nutzungsfreundlicher. Die Einführung von eBau ist ein weiteres Element der Smart City Thun.

Per anfangs Februar führt das Bauinspektorat der Stadt Thun mit eBau eine smarte Lösung zur Abwicklung der Baubewilligungsverfahren ein. Bauvoranfragen und Baugesuche – auch für das Gastgewerbe oder grössere Bauvorhaben, die eine Umweltverträglichkeitsprüfung benötigen – können neu auch digital eingegeben werden. Die Eingabe per Papier bleibt parallel dazu bestehen.

Einfacher, effizienter und nutzungsfreundlicher
Mit eBau wird der Baubewilligungsprozess nutzungsfreundlicher, einfacher und effizienter. Mit der online Erfassung von Gesuchen und dem Hochladen sämtlicher Dokumente entfallen Papier- und Versandkosten der teils umfangreichen Dossiers. «Nebst den Vorteilen für Bauwillige sind die Zeitersparnis, die Nachverfolgung der Bearbeitung und der Wegfall der Papierstapel auch ein grosser Gewinn für das Bauinspektorat», betont Gemeinderätin Andrea de Meuron.
Als Vorbild des kantonalen Projekts eBau dient Taxme, die Software für das Ausfüllen der Steuererklärung. Bis 2022 will der Kanton eBau weiterentwickeln und in Etappen ausbauen.

Digitale Unterschrift noch nicht rechtskräftig
Heute ist die digitale Unterschrift bei einem Baugesuch noch nicht zugelassen. Auf Bundes- und Kantonsebene laufen entsprechende Prozesse, damit die digitale Unterschrift rechtskräftig wird. Bis zur gesetzlichen Anpassung müssen die elektronisch eingereichten Gesuchsunterlagen zusätzlich zweifach ausgedruckt und unterschrieben per Post eingereicht werden. Auch der Bauentscheid wird, wie bis anhin, noch per Briefpost eröffnet. Der Zugriff auf eBau erfolgt über die Website der Stadt Thun unter thun.ch/bauinspektorat oder direkt via ebau.apps.be.ch.