Polizei leistete 33’350 Stunden für die Sicherheit in der Stadt Thun

Die Kantonspolizei Bern hat für die Stadt Thun im letzten Jahr 33’350 Arbeitsstunden geleistet. Bedingt durch Corona mussten nur sehr wenige Polizeistunden für Veranstaltungen aufgewendet werden. Derweil sorgten Aktionen gegen Autoposer schweizweit für Aufsehen.

«Die Stadt Thun gilt erfreulicherweise nach wie vor als sehr sicher – auch dank dem Einsatz der Polizistinnen und Polizisten an der Front», so Gemeinderat Peter Siegenthaler. Die Zusammenarbeit der Stadt Thun mit der Kantonspolizei Bern funktioniert sehr gut. Es wird stets auf ein gutes Gleichgewicht zwischen präventiver und repressiver Polizeiarbeit geachtet. Für die sicherheitspolizeiliche Präsenz wurden rund 22'000 Stunden eingesetzt, ähnlich wie im Jahr davor. Uniformierte Polizistinnen und Polizisten zeigten dabei physische Präsenz im ganzen Stadtgebiet und traten mit der Bevölkerung in Kontakt, was im Corona-Jahr besonders wichtig war. «Streitereien, Taschendiebstähle oder Einbrüche können dank dieser Einsätze verhindert werden», so der Sicherheitsvorsteher.

1700 Polizeistunden für drei Brennpunkte
Gestützt auf den Ressourcenvertrag bestimmte die Stadt Thun für das Jahr 2020 drei Brennpunkte. Für die drei Schwerpunkte wandte die Polizei rund 1700 Stunden auf:

Brennpunkt «Gewalt im öffentlichen Raum»
Ziel bei diesem Schwerpunkt war es, durch gezielte präventive Polizeipräsenz und repressive Massnahmen die Zahl der Gewalt, Lärm- und Abfalldelikte im öffentlichen Raum zu reduzieren das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung zu steigern. Dafür wurde vor allem nachts die sichtbare und verdeckte Polizeipräsenz erhöht.

Brennpunkt «Jugendprävention und Littering»
Wenn sich Gruppen von Jugendlichen im öffentlichen Raum aufhalten, führt dies wegen Lärm und Littering häufig zu Konflikten mit der Nachbarschaft. Speziell geschulte Polizistinnen und Polizisten suchten im Rahmen dieses Schwerpunkts das Gespräch mit den Jugendlichen und redeten auch über Themen wie Alkohol, Drogen- oder Tabakkonsum. Dem repressiven Teil kam eine untergeordnete Rolle zu. Trotz reduzierter Aktionen aufgrund von Corona konnte die Polizei den Dialog mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen intensivieren. Die Aktionen werden im Grossen und Ganzen geschätzt. Lärm und Littering konnten reduziert werden.

Brennpunkt «Autoposer»
Immer wieder kommt es zu Reklamationen aus der Bevölkerung, weil Autoposer mit hochmotorisierten Fahrzeugen durch Thun rasen und unnötigen Lärm verursachen. Während des ersten Lockdowns verschärfte sich die Situation. Deshalb intensivierten die Kantonspolizei und die Stadt Thun ihre Massnahmen, die für Aufsehen sorgten. Die Stadt lancierte eine Plakataktion und die Polizei ahndete im Rahmen von Einzelaktionen und Kontrollen 92 Widerhandlungen. Es wurden auch Fahrzeuge sichergestellt.

Die Aktionen aller drei Brennpunkte werden in diesem Jahr weiterführt.

Nur 1'800 Polizeistunden für Veranstaltungen
Wegen Corona mussten die meisten Veranstaltungen abgesagt werden, Fussballspiele fanden mehrheitlich ohne oder nur mit wenigen Zuschauern statt. Daher fielen die Stunden für die Ordnungsdienste während Veranstaltungen mit 1800 viel geringer aus als in vergangenen Jahren, wo diese Aufgabe jeweils rund 15'000 Stunden umfasste.

7'850 Stunden wurden im letzten Jahr für den Betrieb der Regionalen Einsatzzentrale, des Schalters an der Allmendstrasse und der Amts- und Vollzugshilfe aufgewendet. Diese Zahl entspricht den Zahlen der Vorjahre.

 

Die Stadt Thun gilt als Vorreiterin des Modells der Einheitspolizei
Seit 2003 wird die Zusammenarbeit der Kantonspolizei Bern und der Stadt Thun in einem Ressourcenvertrag geregelt. Die Stadt Thun kauft in den Bereichen Verkehrs- und Sicherheitspolizei Leistungen ein. 2020 kündigte die Stadt den jetzt gültigen Vertrag aufgrund von Veränderungen rund um das neue kantonale Polizeigesetz und des Abstiegs des FC Thun. Der neue Vertrag wird am 1. Januar 2023 in Kraft treten.