Das Regenbecken in Hünibach ist in Betrieb

Gemeinsam haben Hilterfingen, Thun, Oberhofen und Sigriswil ein regionales Entwässerungsprojekt realisiert. Nach einjähriger Bauzeit konnten die vier Gemeinden das Regenbecken auf der Ländtematte in Hünibach am 24. Juni in Betrieb nehmen.

Weil die 40-jährige Abwasserleitung am rechten Thunerseeufer überlastet ist, haben die vier Gemeinden Hilterfingen, Thun, Oberhofen und Sigriswil gemeinsam ein regionales Entwässerungskonzept realisiert. «Wir freuen uns, das unterirdische Abwasserrückhaltebecken nach intensiven Vorbereitungen und einjähriger Bauzeit nun in Betrieb zu nehmen», so Gerhard Beindorff, Gemeindepräsident von Hilterfingen, vor den Medien. «Dank der optimalen Zusammenarbeit können wir mit diesem Projekt das Abwasserproblem von vier Gemeinden lösen und künftig Schäden an Gebäuden und Infrastrukturen verhindern», ergänzt Konrad Hädener, Gemeinderat von Thun.

Regenbecken fasst 600m3
Das unterirdische Regenbecken auf der Ländtematte in Hünibach fasst ein Volumen von 600m3 Wasser. Bei einer Überlastung des Hangkanals wird das zufliessende Abwasser über einen Siebrechen in das Becken geleitet und von dort dosiert wieder in den Hangkanal zurückgepumpt. Ziel ist es, die Zulaufmenge von bis zu 1300 Liter pro Sekunde (l/s) bei Gewitterniederschlägen auf eine Weiterleitmenge von maximal 300 l/s zu drosseln und damit den Hauptkanal Richtung ARA Thunersee zu entlasten. Überläuft das Regenbecken, wird das überschiessende, vorgeklärte Wasser via Seeleitung in den Thunersee entlastet. Die Steuerung sowie die Be- und Entlüftungsanlage befinden sich im zweistöckigen Betriebsgebäude auf der Ländtematte.

Gemeinsame Finanzierung und Umsetzung
Das Regenbecken mit Betriebsgebäude kostet 3,1 Millionen Franken. Die Stadt Thun übernimmt 55 Prozent der Kosten, Hilterfingen 18 Prozent, Oberhofen 6 Prozent und Sigriswil 21 Prozent.


Zahlen und Fakten zum Regenbecken

Vertragsunterzeichnung: 2018
Ausarbeitung Projekt: 2019
Baubewilligung: Juni 2020
Spatenstich: 15. Juni 2020
Bauzeit: ca. 1 Jahr


Fassungsvermögen: 600 m3
Verbauter Beton: 470 m3
Verbauter Stahl: 55 Tonnen
Kosten: 3,1 Mio. Franken

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