Stadtrat befindet über die Zonenplanänderung für die Überbauung an der Bernstrasse 11

Auf dem ehemaligen Comadur-Areal soll eine Überbauung mit etwa 60 Wohnungen entstehen. Nach der Planauflage steht der nächste wichtige Schritt an. Am 23. September entscheidet der Stadtrat über die Zonenplanänderung Bernstrasse 11. Der Baustart soll im Anschluss an die Genehmigung im Verlauf des nächsten Jahres erfolgen.

Die Pensionskasse des Schweizerischen Anwaltsverbands (PKSAV) plant auf dem ehemaligen Comadur-Areal eine urbane Wohn- und Geschäftsüberbauung. Diese Entwicklung wird zu verschiedenen strategisch wichtigen Zielsetzungen der Stadt Thun einen bedeutenden Beitrag leisten und Thuns Angebot als Wohnstadt stärken, was auch einem erklärten Legislaturziel des Gemeinderates entspricht. Das Vorhaben an der Bernstrasse 11 bedarf einer Zonenplanänderung. Nach der mehrheitlich positiv ausgefallenen Mitwirkung fand Anfang Jahr die öffentliche Planauflage statt. Dabei gingen vier Einsprachen von Privaten ein, wovon eine noch hängig ist. Über diese entscheidet der Kanton im Rahmen des Genehmigungsverfahrens.

Entspricht raumplanerischen Zielen

Das im Rahmen eines SIA-konformen Wettbewerbs gekürte Projekt «Capybara» und das mehrstufig durchgeführte, qualitätssichernde Verfahren dienen als Grundlage für die neue Zone mit Planungspflicht (ZPP) Bernstrasse 11. Diese schafft die Voraussetzungen für eine zeitgemässe Überbauung mit einer hohen Qualität bezüglich des Städtebaus, der Architektur, des Aussenraums und des Wohnangebots. Das vorgesehene Projekt setzt die Vorgaben und strategischen Ziele der Stadt Thun um, indem es haushälterisch mit dem Boden und vorbildlich mit dem Baudenkmal umgeht und der Siedlungsentwicklung nach innen Rechnung trägt. Es entspricht dem Stadtentwicklungskonzept STEK 2035 und der Wohnstrategie 2030, welche das ehemalige Comadur-Areal als wichtiges Gebiet mit einem besonderen Potenzial für die urbane Weiterentwicklung der Stadt aufführen.

Attraktiver Wohnraum und Nutzungsmix

Die geplante Überbauung bietet in drei Neubauten und dem ehemaligen Uhrenfabrikgebäude eine attraktive und lebendige Nutzungsdurchmischung. Ein vielfältiges, urbanes Wohnungsangebot mit gut 60 neuen Klein- und Familienwohnungen, publikumsorientierten Dienstleistungsflächen im Erdgeschoss sowie attraktive, vielfältig nutzbare Aussenräume bilden eine hochwertige Erweiterung des umliegenden Quartiers. Besondere Rücksicht wird dabei auf die vorhandenen örtlichen Qualitäten und Identitäten genommen. Die Planung sorgt auch für den Erhalt und die Sanierung der bestehenden, denkmalgeschützten Substanz der ehemaligen Uhrenfabrik.

Weitere Schritte

Am 23. September befindet der Stadtrat über die Zonenplanänderung. Der Beschluss unterliegt dem fakultativen Referendum. Anschliessend wird das Geschäft dem Kanton zur Genehmigung eingereicht. Parallel dazu wird das konkrete Bauprojekt auf Basis des Wettbewerbsergebnisses und der Erarbeitung des Richtprojektes ausgearbeitet. Läuft alles wie vorgesehen, ist die Planung im ersten Quartal des Jahres 2022 rechtskräftig. Für das Bauprojekt wird anschliessend ein Baubewilligungsverfahren durchgeführt. Der Start der Realisierung ist für 2022/2023 vorgesehen.