Erdgas als Treibstoff wird günstiger

Ab 1. Juli 2008 senkt die Energie Thun AG den Preis für Erdgas als Treibstoff um 30 Rappen auf CHF 1.65 pro Kilogramm oder CHF 1.12 pro Liter benzinäquivalent. Dies ist dank der Senkung der Mineralölsteuer durch den Bund möglich. Somit ist das Erd-gas um mehr als 40% günstiger als Benzin. 15 von 27 Fahrzeugen der Energie Thun AG fahren mit Erdgas.

Mit der Revision des Mineralölsteuergesetztes unterstützt der Bund jetzt das Fahren mit den Ökotreibstoffen Erdgas und Biogas. Damit bestätigt er auch offiziell deren Umweltvorteile. Dem in der Schweiz getankten Erdgas mischt die Schweizer Erdgas-Wirtschaft und damit auch die Energie Thun AG mindestens zehn Prozent CO2-neutrales Biogas bei. Dadurch erhöhen sich die CO2-Vorteile auf mindestens einen Drittel im Vergleich zu Benzin. Zudem verursachen Erdgas und Biogas praktisch keinen Feinstaub, und andere Schadstoffe. Auch zur Ozonbildung trägt das Erdgas nicht bei.

Über 40% günstiger als Benzin

Dank der Minerölsteuerreduktion senkt die Energie Thun AG per 1. Juli 2008 den Erdgas-Preis an den Zapfsäulen bei der Landi in Steffisburg und beim Hohmad-Shop um 30 Rappen auf CHF 1.65 pro Kilogramm. Dies entspricht einem Preis von CHF 1.12 pro Liter Benzinäquivalent. Somit ist das Erdgas um mehr als 40% günstiger als Benzin oder Diesel. Die Energie Thun AG kauft in Zukunft auf dem Schweizermarkt Biogas ein, so dass dem verkauften Erdgas mindestens 10% beigemischt ist.

Energie Thun AG fährt mit Erdgas

15 von 27 Fahrzeugen der Energie Thun AG fahren mit Erdgas. In Betrieb sind ein Hupstapler, mehrere Personenwagen und etliche Lieferwagen. Bei der Energie Thun AG muss bei Neuanschaffung von Fahrzeugen gut begründet werden, wenn kein Erdgasfahrzeug gekauft werden soll.

In der Schweiz sind bereits über 6'000 Erdgas-Fahrzeuge in Betrieb. 2007 war die Zahl um über 2’500 auf 5’830 (4'396 PW, 1'242 Lieferwagen und Kleinbusse, 138 Busse, 54 Lastwagen) gestiegen. Kürzlich überstieg die Zahl der Erdgas- und Biogas-Tankstellen in der Schweiz die Hunderter-Marke. Damit hat die Schweizer Erdgas-Wirtschaft ihr Versprechen für den Ausbau des Tankstellen-Netzes gehalten. Der Biogas-Anteil lag 2007 bei über 20%. Gesamthaft waren 2007 in der Schweiz Erdgas und Biogas getankt worden, das 10 Millionen Litern Benzin entspricht

Erdgas-Fahrzeuge am saubersten

Gemäss einem 2007 durchgeführten Emissionsvergleich der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (EMPA) schneiden Erdgas-Fahrzeuge „erstens hinsichtlich Treibhausgas-Emissionen und zweitens durch gleichzeitig niedrige Emissionen von Stickoxiden (NOx) und Nichtmethan-Kohlenwasserstoffe (NMHC) bezüglich Ozonbildungspotenzial am besten ab. Benzinfahrzeuge sind bei den NOx-Emissionen auf vergleichbar tiefem Niveau, sind jedoch die Fahrzeuge mit den grössten Treibhausgas-Emissionen. Dieselfahrzeuge mit Partikelfilter zeigen wie Benzin- und Erdgas-Fahrzeuge gute Resultate bei den Partikelemissionen, sind aber bei den NOx-Emissionen deutlich schlechter. Dieselfahrzeuge ohne Partikelfilter schneiden aus Umweltgesichtspunkten wegen der hohen Partikel-Emissionen und den höheren NOx-Emissionen am schlechtesten ab.“ (Zitat Studie)

Schweizer Biogas „im grünen Bereich“

Die 2007 publizierte Studie "Ökobilanz von Energieprodukten: Ökologische Bewertung von Biotreibstoffen" (erstellt durch die EMPA im Auftrag des Bundesamtes für Energie, des Bundesamtes für Umwelt und des Bundesamtes für Landwirtschaft) stellt fest, dass es bei den verschiedenen heute angebotenen Biotreibstoffen bezüglich Klimaentlastung massive Unterschiede gibt. Treibstoffe aus speziell angebauten und/oder entfernten Ländern importierten Rohstoffen schneiden schlecht ab, da Produktion und Transport die Umwelt zusätzlich belasten. Dazu gehören unter anderem verschiedene Biodiesel (etwa aus Soja, Palmöl und Raps) sowie Bioethanol (etwa aus Zuckerrohr, Getreide und Mais). Alle Treibstoffe aus organischen Abfällen hingegen, und das sind sowohl Biogas aus Grüngut wie auch aus Kläranlagen, schneiden in der Studie besonders gut ab und sind „im grünen Bereich“. Die Studie zeigt im Vergleich aber auch, wie umweltschonend Erdgas (als Treibstoff) ist und belegt, dass die Förderung durch den Bund durch Reduktion der Mineralölsteuer gerechtfertigt ist. Bisher wurde Erdgas an den Schweizer Tanksäulen drei Mal stärker belastet als in der EU.

Alles über das Fahren mit Erdgas:

http://www.erdgasfahren.ch

Grafik Schadstoffe und Detailinformationen über die erwähnten Studien:

http://www.erdgas.ch/de/studien.html (Studien und Daten Emissionsgrafik abrufbar)

http://www.novatlantis.ch

http://www.bfe.admin.ch

Auskünfte an die Redaktionen:

Energie Thun AG, Urs Neuenschwander, Leiter Markt und Kunden,
079 661 81 63, neu @energiethun.ch

Thun, 30. Juni 2008