Informatikprobleme an einzelnen Schulen - intensive Suche nach Ursachen

Eine bisher kaum erklärbare Störung des Informatiknetzes der Thuner Volksschulen hat unerfreuliche Folgen: Einerseits konnten zahlreiche der 115 Lehrkräfte, die während der letzten Ferienwoche einen obligatorischen Informatik-Kurs besuchten, nicht plangemäss geschult werden, andererseits läuft das System zurzeit noch nicht in allen Schulhäusern  einwandfrei. Die Informatikdienste der Stadt Thun und externe Fachleute sind intensiv daran, die Ursachen zu finden und das Problem möglichst rasch zu beheben.

 
115 Lehrerinnen und Lehrer der Thuner Volksschulen waren letzte Woche - der letzten der Sommerferien - zu obligatorischen Informatik-Kursen aufgeboten. Doch wegen einer gravierenden Systempanne konnte die Schulung in den Schulhäusern Lerchenfeld, Schönau und Strättligen nicht wie vorgesehen durchgeführt werden. Trotz frühzeitiger Vorbereitung, vorgängiger Testinstallationen und gefestigter Praxis-Erkenntnisse traten kurz vor Beginn der Kurse für die Informatiker unerklärbare Systemzustände auf. Die Server versagten teilweise ihren Dienst. Dank hoher Flexibilität der 16 involvierten Kursleitenden und der Kursteilnehmenden konnte die fünf Tage dauernde Weiterbildung dennoch einigermassen zielgerichtet durchgeführt werden.

 

Nur ein Teil der Schulhäuser betroffen

Leider dauerte die Systempanne auch nach Beginn des neuen Schuljahres am Montag dieser Woche an. Die Informatikinfrastrukturen stehen in einzelnen Schulhäusern weiterhin nicht vollumfänglich zur Verfügung. Die eigentliche Fehlerursache ist noch unbekannt. Die städtischen Informatikdienste, unterstützt durch externe Informatikspezialisten, arbeiten intensiv an der Behebung. Der Abteilungsleiter des Amtes für Bildung und Sport, der Projektleiter Informatik an den Schulen sowie der Chef der Informatikdienste hoffen, so schnell wie möglich wieder zu einem funktionierenden Gesamtsystem zu gelangen.

 

Dritte von vier Etappen

Bekanntlich hat der Stadtrat im Mai 2005 den Ausbau der Informatik an den Thuner Volksschulen beschlossen. Dieses Projekt erstreckt sich über vier Jahre bzw. vier Etappen. Die ersten beiden Realisierungsetappen zum Schuljahresbeginn 2006/07 und 2007/08 konnten ohne Probleme umgesetzt werden. Nun läuft die dritte Etappe an.

 

Da sich bei Projekthalbzeit eine Kostenüberschreitung abzeichnete, wurde das Vorgehenskonzept angepasst. Die Schulhäuser werden dabei noch stärker zentral eingebunden, zudem werden teilweise kostengünstigere Komponenten beschafft. Gleichzeitig wurde die Gesamt-Projektverantwortung von einer externen Firma zu den Informatikdiensten übertragen. Die Zusammenarbeit mit der bisherigen Lieferfirma wurde dank deren gutem Leistungsausweis aber beibehalten. Sie hilft nun auch mit, die aktuellen Probleme zu lösen.

 

Das Amt für Bildung und Sport und die Informatikdienste entschuldigen sich gegenüber Schülerinnen und Schülern, Schulleitungen, Kursleiterinnen und Kursleitern sowie Lehrkräften für diesen schwierigen und ärgerlichen Start ins neue Schuljahr. Die betroffenen Schulleitungen werden täglich über den Stand der Dinge informiert.

 

Auskünfte an die Redaktionen:

·      Peter Dürr, Chef Informatikdienste,
Tel. 033 225 83 09

 

Thun, 12. August 2008