Gemeinderat erachtet Raumkonzept Schweiz als katastrophal für die Region Thun

Der Thuner Gemeinderat ist besorgt darüber, dass der Bund im Raumkonzept Schweiz die Grossregionen Basel, Zürich und Genferseebecken als förderungswürdige Metropolitanräume definiert hat, nicht aber den Grossraum Bern inklusive Thun. Dies hält er in einem Brief an den Regierungsrat des Kantons Bern fest. Die Folgen dieser Einstufung erachtet der Gemeinderat in Bezug auf die weitere wirtschaftliche Entwicklung Thuns und des Berner Oberlandes als katastrophal.

Ärgerlich sind für den Gemeinderat zudem Pläne, für die nicht der Bund, sondern der Kanton verantwortlich ist: Den Standort Wangen an der Aare für die Ansiedelung von neuen Unternehmen auf bisherigen Armeearealen zu fördern. Seit Jahren verhandelt nämlich die Stadt Thun mit dem VBS, der Armasuisse und dem Waffenplatz über die Zukunft des ESP Thun-Nord (Ruag- und Armee-Gelände), um endlich mehr Platz für eine sinnvolle wirtschaftliche Nutzung und Förderung dieses attraktiven Geländes zu erzielen - bisher ohne wesentlichen Erfolg.

Die konsequente wirtschaftliche Weiterentwicklung der Stadt und der Region Thun ist ein wichtiges Ziel, um im nationalen Standortwettbewerb mitzuhalten. Als Zentrumsstadt eines strukturschwachen Randgebiets benötigt Thun vom Bund wie auch vom Kanton Unterstützung. Diese scheint dem Gemeinderat, insbesondere bezüglich der Förderung der lokalen Wirtschaft, in Frage gestellt. Die Kritierien zur Schaffung von attraktiven Rahmenbedingungen müssen deutlich geändert werden. Dies wäre nicht nur im Interesse der Stadt und der Region Thun, sondern des ganzen Berner Oberlandes.

 

Der Thuner Gemeinderat wünscht sich vom Regierungsrat klare Angaben, wie er den Wirtschaftsraum Thun (WRT) künftig stärken will.

 

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Thun, 28. August 2008