Schulwege im Gebiet Pestalozzi und Progymatte werden sicherer gestaltet

Auf Grund einer Petition des Elternrates des Pestalozzi-Schulhauses in Thun legte eine Arbeitsgruppe Vorschläge zur Schulwegsicherheit rund um die Schulhäuser Pestalozzi und Progymatte vor. Eine moderate Umgestaltung des Progykreisels, markantere Mittelinseln bei den Fussgängerstreifen an den Einmündungen, eine Mittelinsel beim Fussgängerstreifen Eigerturnhalle über die Pestalozzistrasse sowie ein Minikreisel Jungfraustrasse / Länggasse sollen die Sicherheit erhöhen.


Eine Arbeitsgruppe aus Vertreterinnen und Vertretern des "Peschu" - Elternrates, des Pestalozzischulhauses, der Kantonspolizei und des Tiefbauamtes hat für das Schulhausgebiet Massnahmen zur Verbesserung der Sicherheit auf den Schulwegen erarbeitet (Ziffern beziehen sich auf Einträge in Stadtplanausschnitt - siehe Beilage):

-         Eine angepasste Geometrie des Progykreisels auf der Kreuzung Jungfraustrasse / Stockhornstrasse / Pestalozzistrasse soll bewirken, dass weniger schnell durch den Kreisel gefahren wird (1).

-         Die Mittelinseln bei den am Kreisel liegenden Fussgängerstreifen werden angepasst und ergänzt (neue Inselköpfe in Kreiselanfahrtrichtung). Dadurch wird der Kreisel für herannahende Fahrer markanter und frühzeitiger wahrnehmbar, was zu rücksichtsvollerem Verkehrsverhalten führt (1).

-         Der zwischen Pestalozzischulhaus und Eigerturnhalle über die Pestalozzistrasse führende und von Schulkindern oft benutzte Fussgängerstreifen wird mit einer Mittelinsel ausgestattet (2).

-         Ein neuer Minikreisel mit befahrbarem, leicht erhöhtem Zentrum auf der Kreuzung Jungfraustrasse / Länggasse ermöglicht eine einfachere Ausfahrt aus der Länggasse. Durch die niedrigeren Geschwindigkeiten im Kreisel verbessern sich die Verhältnisse für strassenquerende Fussgängerinnen und Fussgänger (3).

-         Die Fussgängerstreifen über die Pestalozzistrasse bei der Kreuzung Waisenhausstrasse sollen sicherer werden. Entsprechende Verkehrsmassnahmen, welche die künftige Entwicklung im angrenzenden Gebiet Bahnhof West (gemäss Richtplan des Gemeinderates) berücksichtigen, werden erarbeitet (4).

-         Der Konzeptentwurf der Arbeitsgruppe sah ursprünglich vor, ebenfalls bei den heute mit Lichtsignalanlagen gesicherten Fussgängerstreifen auf der Jungfraustrasse und der Stockhornstrasse Mittelinseln zu erstellen. Auf die dazu nötigen, aufwändigen Strassenverbreiterungen, für welche auch Alleebäume gefällt werden müssten, wird jedoch vorläufig verzichtet. Die bestehenden Fussgänger-Ampeln sichern diese Übergänge genügend (5).

Realisierung ab 2008

In einem ersten Schritt wird nun das Baugesuch für die Massnahmen beim Progykreisel und bei der Eigerturnhalle ausgearbeitet. Falls keine Einsprachen eingereicht werden und die Baubewilligung im Spätherbst vorliegt, kann die Realisierung noch dieses Jahr beginnen. Die neuen Massnahmen am Kreisel, die gemäss Schätzung etwa 125'000 Franken kosten werden, können gleichzeitig mit ohnehin notwendigen Belags- und Pflästerungssanierungen ausgeführt werden. Der neue Kreisel bei der Kreuzung Jungfraustrasse / Länggasse ist für 2009 vorgesehen.

 

Petition wurde 2006 eingereicht

Die Massnahmen zu Gunsten der Schulwegsicherheit im Gebiet Pestalozzi und Progymatte sind durch eine am 22. August 2006 vom "Peschu"-Elternrat eingereichte Petition mit 857 Unterschriften ausgelöst worden. Der Gemeinderat nahm die Anliegen der Petitionäre auf und beauftragte das Tiefbauamt, in einer Arbeitsgruppe mit Quartiervertreterinnen und -Vertretern die Verkehrssituation zu überprüfen und ein Projekt zu erarbeiten.

 

Beilage:

  • Ausschnitt Stadtplan (Orthofoto) mit eingezeichneten Projektbereichen (PDF)

 

Auskünfte an die Redaktionen:

  • Jolanda Moser, Vorsteherin der Direktion Bau und Liegenschaften, Tel. 033 225 83 35, ab 11.30 Uhr - bitte Rückruf verlangen
  • Beat Hämmerli, Projektleiter Tiefbauamt,
    Tel. 033 225 84 32

 

Thun, 29. August 2008

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