Asylwesen: PAG Kander in PAG Thun/Oberland aufgenommen.

Asylwesen: PAG Thun/Oberland befasste sich mit der kantonalen Zuweisungsaktion. Alle Gemeinden der PAG Kander in der PAG Thun/Oberland aufgenommen.

Das Koordinationsgremium der PAG Thun/Oberland, das 78 Gemeinden des Berner Oberlandes umfasst und welches Aufgaben des Asylwesens wahrnimmt, hat sich zu seiner Frühjahreskonferenz im Rathaus Thun getroffen, um aktuelle Themen des Asylwesens zu behandeln. Per 1. August 2009 weist der Kanton Bern der PAG Thun/Oberland 307
Asylsuchende zu, für knapp die Hälfte werden noch günstige Wohnungen gesucht. Adelboden, Aeschi, Krattigen, Kandergrund, Kandersteg, Leissigen und Reichenbach werden rückwirkend per 1. Mai 2009 in die PAG Thun/Oberland aufgenommen. Damit umfasst die PAG gesamthaft 85 Gemeinden.

Im Zentrum der Diskussion stand die aktuelle Zuweisungsaktion. Der Kanton hat aufgrund der starken Zunahme von Asylgesuchen angekündigt, den
bernischen Gemeinden innerhalb von sechs Monaten, d.h. per 1. August 2009 rund 1'500 Asylsuchende zuzuweisen. Die der PAG Thun/Oberland (Professionelle Asylkoordination auf Gemeindeebene) angeschlossenen Gemeinden müssen 307 Personen aufnehmen. Bisher konnten rund 80 Personen in die Gemeinden umplatziert werden. Für weitere 85 Personen ist Wohnraum bereits gefunden worden. Einige Gemeinden haben trotz ihrer Bemühungen noch keine geeigneten Unterkünfte gefunden. Es werden daher weiterhin günstige Wohnungen für Asylsuchende und vorläufig aufgenommene Personen in der Region gesucht. Interessierte Vermieter werden gebeten, diese der Asylkoordination zu melden.

Das Koordinationsgremium befasste sich daneben mit dem neuen Einführungsgesetz zum Ausländer- und
Asylgesetz, der kantonalen Asylstrategie und der Jahresrechnung 2008.

Aufnahme PAG Kander in PAG Thun/Oberland
Die früher in der PAG-Kander zusammengeschlossenen Gemeinden Adelboden, Aeschi, Krattigen, Kandergrund, Kandersteg, Leissigen und Reichenbach haben per 1. Mai 2009 um Aufnahme in die PAG Thun/Oberland ersucht. Der Gemeinderat der Stadt Thun hat dem Gesuch stattgegeben, so dass sich nun alle Gemeinden des Berner Oberlandes und 7 Gemeinden des Amtsbezirks Seftigen zusammengeschlossen haben, was als Zeichen der Solidarität und der guten Zusammenarbeit der Gemeinden dieser Region zu werten ist. Die Zusammenarbeitsverträge gelten für die Zeit vom 1. Mai 2009 bis 31. Dezember 2009, da die ab 1. Januar 2010 geltenden Modalitäten der Zusammenarbeit mit der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern zum heutigen Zeitpunkt noch nicht bekannt sind.

Auskünfte an die Redaktionen:
Andreas Lüscher, Gemeinderat, Vorsteher Soziales, Tel. 033 225 70 00

Waclaw Karol, Dienstchef Asylkoordination, Tel. 033 225 20 83

Thun, 14. Mai 2009