Schlossberg: Workshops abgeschlossen - Bauprojekt etwa Anfang 2012

In fünf Workshops haben die Stadt Thun, die Schlossberg Thun AG als Investorin und Baurechtnehmerin sowie das Schlossmuseum zahlreiche Fragen zu den künftigen öffentlichen Nutzungen und konkreten Umbauten der Gebäude auf dem Thuner Schlossberg geklärt. In den nächsten Monaten wird ein Bauprojekt ausgearbeitet. Anfang nächsten Jahres soll das Baugesuch eingereicht sowie die Öffentlichkeit wiederum umfassend orientiert werden. Das gesamte Projekt ist zeitlich auf Kurs.

 

Bauliche Veränderungen an einem historisch gewachsenen Stadtsymbol wie dem Thuner Schlossberg mit seinem mittelalterlichen Donjon und den ebenfalls geschützten Nebengebäuden müssen sehr umsichtig geplant werden. Nachdem sich die Stadt Thun als Besitzerin der Liegenschaften und die Schlossberg Thun AG im vergangenen Herbst auf einen Baurechtsvertrag und ein Konzept mit öffentlichen und touristischen Nutzungen geeinigt hatten (s. Communiqué vom 29. Sept. 2010), ging es in den letzten Monaten darum, zahlreiche Grundsatzfragen im Hinblick auf das spätere Bauprojekt zu klären. Kernelemente sind eine Erweiterung des Schlossmuseums mit neuem Empfangsbereich, ein Restaurant mit Café im Erdgeschoss, eine Winebar mit Terrasse und zwei Lounges sowie Veranstaltungs- und Schulungsräume für KMU (kleine und mittlere Unternehmungen) im Neuen Schloss. Im alten Gefängnis ist ein Hotelbetrieb geplant, im ehemaligen Statthalterhaus sowie im benachbarten Abzugshaus sind Wohnungen vorgesehen. Zusätzlich wird im ehemaligen Statthalterhaus eine bereits heute eingemietete Kindertagesstätte (KITA) definitiv Platz finden. Es ist klar: Der Schlossberg nimmt konkrete Formen an, die bisherige Planung und die bisherigen Zielsetzungen behalten ihre Gültigkeit. Zudem kann der Zeitplan, der eine Baugesuchseingabe Anfang 2012 vorsieht, eingehalten werden.

 

Workshops unter städtischem Vorsitz

Die gestalterische Qualitätssicherung erfolgte in einem durch Markus Däppen, Stabsmitarbeiter Städtebau, organisierten Gutachterverfahren. An den fünf Workshops unter dem Vorsitz von Thomas Zumthurm, Leiter des Amtes für Stadtliegenschaften, nahmen bis zu 20 Personen teil. Vertreten waren nebst den städtischen Fachstellen unter anderen der Investor und Baurechtnehmer Hans-Ulrich Müller, Inhaber der Schlossberg Thun AG, die Stiftung Schlossmuseum, die kantonale Denkmalpflege, das für das Projekt verantwortliche Architekturbüro sowie externe Architekturexperten, der archäologische Dienst des Kantons Bern sowie das Investorenehepaar für den Hotel- und Gastronomieteil, Marthe und Paul Ringgenberg. Diskutiert und festgelegt wurden unter anderem die Baustrukturen und Raumaufteilung, die Konstruktionsart sowie die Materialwahl an den verschiedenartigen Gebäuden, eine allfällige Aufstockung des Gefängnistraktes für das Hotel, die Umgebungsgestaltung sowie die künftige Gesamtwirkung des Schlossbergs nach der Realisierung der diversen Umnutzungen.

 

Schlussbericht wird Gemeinderat zum Entscheid vorgelegt

Unter Einbezug der Gebäudeversicherung des Kantons Bern, des Berner Heimatschutzes sowie weiterer Fachexperten wird nun bis Ende Jahr ein Schlussbericht verfasst, der dem Thuner Gemeinderat zum Entscheid vorgelegt werden wird. Danach - voraussichtlich Anfang 2012 - wird die Öffentlichkeit über die Ergebnisse bzw. über die Details der Umnutzung des Schlossberges orientiert. Gleichzeitig wird das Bauprojekt öffentlich aufgelegt werden.

 

 

Auskünfte an die Redaktionen

·       Thomas Zumthurm, Leiter Amt für Stadtliegenschaften, Vorsitzender der Workshops "Umnutzung Schlossbergliegenschaften",
Tel. 033 225 83 51

·       Hans-Ulrich Müller, Schlossberg Thun AG, Baurechtnehmer, Tel. 031 358 82 78 (bitte Rückruf verlangen)

 

 

Thun, 12. Oktober 2011