Zivilschutz leistete 2011 zahlreiche Einsätze zugunsten der Gemeinschaft

Auch das Jahr 2011 war für die Zivilschutzorganisation (ZSO) Thunplus sehr vielfältig - die Einsätze reichten von der Unterstützung bei Grossanlässen wie dem Stadtlauf über den ökumenischen Suppentag bis zu einer Ernstfallübung des Kulturgüterschutzes im Schlossmuseum Thun. Kommandantin Susanna Ernst blickte am Jahresschlussrapport auf ein sehr aktives Jahr zurück.

 

Nicht nur im Ereignisfall ist die Bevölkerung auf die Hilfe der ZSO Thunplus angewiesen. Das rief Kommandantin Susanna Ernst am Jahresschlussrapport 2011 in Erinnerung. Im auslaufenden Jahr haben die vier Kompanien mit insgesamt 480 Zivilschützern wieder tatkräftig Einsätze zugunsten der Gemeinschaft geleistet. Grossanlässe wie beispielsweise der Stadtlauf oder die Fasnacht konnten erneut auf die Unterstützung von Zivilschutzangehörigen zählen.

 

Auch die Künstlerbörse im neuen Kongress- und Kulturzentrum Thun wurde von Sigriswiler Zivilschützern mit Auf- und Abbauhilfe unterstützt. Im Melchtal, Kanton Obwalden, beteiligten sich im Rahmen der Pionier-WKs rund 80 Zivilschützer an Abbrucharbeiten im ehemaligen Truppenlager. Weiter wurde nach dem Umzug des FC Thun in die Arena Thun das Lachen-Stadion in seinen ursprünglichen Zustand versetzt. Wichtige Einsätze leisteten die Zivilschutzangehörigen auch zugunsten des ökumenischen Suppentags und der Schützenanlässe wie CISM und Europacup.

 

Ein wichtiger Bestandteil der Zivilschutzaufgaben ist zudem der alljährliche Sirenentest. Dieser führte heuer wegen Systemumstellungen des Telecomanbieters zu Mängeln bei der Einsatzbereitschaft von insgesamt zwei Dritteln der stationären Sirenen zutage. Die Mängel konnten rasch behoben und die Sirenen in einem zweiten Anlauf – diesmal erfolgreich – getestet werden. Die einzelnen Fachbereiche frischten ihr Wissen auch im 2011 in zahlreichen Wiederholungskursen auf. So probte zum Beispiel der Kulturgüterschutz den Ernstfall im Schlossmuseum Thun, wo er Bücher, Textilien und andere Gegenstände vor einem - natürlich fiktiven - Feuer rettete.

 

Vielseitige Aufgaben im 2012

Neben der Aus- und Weiterbildung werden für den Zivilschutz im Jahr 2012 erneut die Einsätze zugunsten der Gemeinschaft im Vordergrund stehen. Auch der Kulturgüterschutz erwartet Aufträge beim Zügeln von Archivmaterialien. Die Zukunft des Zivilschutzes wird gegenwärtig auf allen politischen Ebenen diskutiert. Die Zusammenarbeit zwischen Zivilschutz und Feuerwehr solle künftig verbessert werden, sagte Gemeinderat Peter Siegenthaler, Vorsteher der Direktion Sicherheit und Soziales.

 

Auch auf kantonaler und auf Bundesebene steht die Zukunft des Zivilschutzes zur Debatte. „Der Zivilschutz wird immer mehr zu einem Element, das schnell zum Einsatz kommt“, sagte Hannes Mathys, Abteilungsleiter Zivil- und Bevölkerungsschutz des Kantons Bern. Er lobte in diesem Zusammenhang die Einsatzkräfte, die nach dem 10. Oktober im Berner Oberland involviert waren. Nach dem Unwetter wurde rasch und effizient und in guter Zusammenarbeit mit der Feuerwehr, der Armee und der Verwaltungskreisorganisation gehandelt. Über die Entstehung des Unwetters referierte Ralph Rickli, Geologe aus Gümligen, und zeigte auf, dass es sich bei dem Unwetter um die Folge einer seltenen Wetterlage handelte. Ein Kälteeinbruch sorgte in höheren Lagen zu Schneefall, und die anschliessende Warmfront machte den Schnee mürbe. Übereinanderliegende Wolkenschichten sorgten parallel dazu für starke Niederschläge – riesige Wassermassen, die nicht mehr abfliessen konnten, waren die logische Folge.

 

 

Entlassungen

 

Kommandantin Susanna Ernst entliess mit Dank folgende Thuner Zivilschützer: Thomas Steffen, Christopher Spahn, Matthias Oehrli, Bruno Hänni, Heinz Rindlisbacher, Oliver Freiermuth, Michael Schneider, Emanuel Maurer. Zudem entliess sie folgende Zivilschützer aus Sigriswil: Thomas Spieler, Michael Wagner und Daniel Graber.

 

Beförderungen

 

Folgenden Kadermitgliedern gratulierte die Kommandantin zur Beförderung: Sandro Marti, Heinz Lüthi, Christoph Flückiger, Arne Müller, Matthias Hug, Roman Frey, Gezim Imishti, Pascal Pernet, Alain Weibel, Lukas Jakob und Patrick Krebs.

 

Auskünfte an Redaktionen:

·         Susanna Ernst, Chefin Zivilschutzamt, Kdt ZSO Thunplus
Tel 033 225 84 74, susanna.ernsttest@thun.ch

 

 

Thun, 21. November 2011