Ideen für die Entwicklung des neuen Stadtteils Thun Nord

24. Februar 2026
Die Stadt Thun hat im Rahmen des kantonalen Entwicklungsschwerpunkts (ESP) Thun Nord ein Werkstatt-Verfahren für das Kerngebiet durchgeführt. Drei Teams haben aufgezeigt, wie sich der neue Stadtteil rund um die geplante S-Bahn-Haltestelle Thun Nord künftig entwickeln könnte. Die Ergebnisse werden im Rathaus ausgestellt.

Der ESP Thun Nord ist der bedeutendste Wirtschaftsstandort im Berner Oberland und zählt zu den vier kantonalen Premium-Standorten, also zu den Entwicklungsschwerpunkten von höchstem kantonalem Interesse. Das Gebiet zwischen dem Selveareal und dem Lerchenfeld, begrenzt durch Allmendstrasse und Aare, ist historisch durch das Militär und die Rüstungsindustrie geprägt. Mit der teilweisen, mittelfristigen Öffnung des heute geschlossenen Areals besteht Potenzial für neue Nutzungen, die eine neue öffentliche Erschliessung benötigen.

Werkstatt-Verfahren als Meilenstein

2025 führte die Stadt Thun zusammen mit den Grundeigentümerinnen Armasuisse Immobilien und Ruag Real Estate AG sowie der BLS ein sogenanntes Werkstatt-Verfahren für das Kerngebiet rund um die geplante S-Bahn-Haltestelle Thun Nord durch. Dieses Verfahren ist ein Meilenstein im gemeinsamen Prozess zur Weiterentwicklung des ESP Thun Nord. (vgl. Medienmitteilung vom 18. Juni 2024).

Die Transformation dieses Stadtteils samt neuer Erschliessung ist äusserst komplex. Ziel der laufenden Planungsarbeiten ist es, die Grundlagen für eine Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandorts zu schaffen und gleichzeitig einen neuen, gut erschlossenen Stadtteil entstehen zu lassen einschliesslich der neuen S-Bahn-Haltestelle.

Freiräume als Ausgangspunkt für die Gebietsentwicklung

Freiräume bzw. nicht bebaute Räume bilden das Grundgerüst dieses zukünftigen Stadtraums, der auf der Südseite von den beiden verbleibenden geschlossenen Militärarealen flankiert wird. Ziel des Werkstatt-Verfahrens war es, ausgehend von den Freiräumen eine robuste Basis für die Entwicklung dieses neuen Stadtteils zu erarbeiten. Drei interdisziplinäre Teams entwickelten im offenen Austausch mit Expertinnen und Experten, den Grundeigentümerinnen, Nutzerinnen, Nachbarn und Interessenvertretenden unterschiedliche Vorschläge für die künftige Stadtteilentwicklung. So unterschiedlich die Vorschläge waren, zeichnete sich ein gemeinsames tragendes Grundgerüst ab. Daraus hat das Begleitgremium Eckwerte abgeleitet, welche die Basis für die nächsten Schritte bilden. Neben Aare, Alpenbrücke und Allmendstrasse prägen auch die Uttigenstrasse, der Bahnraum und das Ortsbild das Gebiet wesentlich. Sie bilden die tragende und identitätsstiftende Struktur, an welche die Quartiergestaltung anknüpft. Auch die neue Bahnhaltestelle nimmt Bezug auf den Bestand: Die bestehende Sheddachhalle soll das Rückgrat der künftigen Anlage bilden.

Synthese als Basis für die weitere Planung

Die Stadt Thun startet gemeinsam mit der Grundeigentümerschaft und den weiteren Partnern die nächsten Schritte: Dazu gehören die Erarbeitung einer Synthese, in der die öffentlichen Räume und die Quartierstruktur weiter konkretisiert werden. Diese Synthese bildet die Grundlage für unabhängige, jedoch aufeinander abgestimmte Folgeplanungen der Stadt, der Grundeigentümerschaft und der Bahn, zum Beispiel für die Infrastruktur-Vorprojekte sowie für die erforderlichen Planungsinstrumente.

Bericht des Begleitgremiums zum Werkstatt-Verfahren Kern-ESP Thun Nord


Ausstellung
Die Resultate des Werkstatt-Verfahrens werden vom 24. Februar bis 6. März, 12 Uhr, im Rathaus öffentlich ausgestellt.

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