Planungsprojekte

Die Stadt Thun soll auch in Zukunft attraktiven und vielfältigen Wohnraum und gute Rahmenbedingungen für die Wirtschaft bieten. Gleichzeitig gilt es, bestehende Qualitäten im Siedlungs- und Landschaftsraum zu bewahren. Im Rahmen dieser Ziele laufen aktuell verschiedene Planungsprojekte, unter anderem Arealentwicklungen.

Aktuell besonders bedeutende Entwicklungsprojekte sind:

 

Entwicklungsschwerpunkt (ESP) Bahnhof Thun

Für die Entwicklung des Stadtquartiers Bahnhof Thun will der Thuner Gemeinderat zusammen mit der Grundeigentümerschaft und der Bevölkerung eine breit abgestützte und tragfähige Lösung zu Fragen der Mobilität, der Stadträume und der baulichen Entwicklung finden. Dazu wandte die Stadt eine spezielle, ergebnisoffene und dynamische Planungsmethode an, die Charette. Drei interdisziplinäre Teams entwickelten im Dialog mit Expertinnen, Grundeigentümern und Interessenvertretenden Vorschläge und Visionen zum künftigen Stadtquartier Bahnhof Thun. Basierend darauf erarbeitet die Stadt Thun im nächsten Schritt gemeinsam mit der Grundeigentümerschaft und den Interessevertretenden eine Synthese in Form eines konsolidierten Leistbildes. Parallel dazu werden die Charette-Resultate aufgearbeitet und die Szenarien auf ihre Machbarkeit hin geprüft.

 

Entwicklungsschwerpunkt (ESP) Thun-Nord: S-Bahn Haltestelle

Der Entwicklungsschwerpunkt (ESP) Thun Nord, ein rund 60 Hektar grosses Militär- und Industrieareal, wird schrittweise zu einem attraktiven Wirtschaftsstandort und Stadtteil entwickelt. Die Planung umfasst nebst der Ansiedlung erster Unternehmen, der Revision des Richtplans und der Schaffung einer Rahmen-Überbauungsordnung auch die Gestaltung des Aussenraums und die bessere Erschliessung des Areals mit dem öffentlichen Verkehr. Geplant sind eine neue S-Bahn-Haltestelle und eine ergänzende tangentiale Buslinie. Erkenntnisse aus einem kooperativen Workshopverfahren bilden eine wichtige Grundlage dafür. Ziel der nun anlaufenden Planung ist es, in Zusammenarbeit mit den Grundeigentümerinnen und weiteren Akteuren Detailfragen zu klären und den weiteren Planungsprozess zu definieren. Im Jahr 2035 soll die S-Bahn-Haltestelle in Betrieb genommen werden.

 

Bostudenzelg

Die Stadt Thun will mit der Berner Pensionskasse und der Frutiger AG in der Bostudenzelg ein attraktives, zukunftsgerichtetes Wohnquartier entwickeln. Geplant ist auch ein grosszügiger öffentlicher Park. Für das Vorhaben bedarf es einer neuen Überbauungsordnung. Grundlage dafür ist ein Richtprojekt. Dieses stellt eine Weiterentwicklung des Siegerprojekts «Freiraum» aus dem Ideenwettbewerb (SIA 142) von 2019 dar. Aktuell läuft die Auswertung der öffentlichen Mitwirkung.

Jurybericht Ideenwettbewerb

 

Ersatzneubau «Nünenen Pestalozzistrasse»

Die Bau & Wohngenossenschaft (BWG) Nünenen hat ihre Wohnbauten in den letzten Jahren umfassend saniert. Nun will sie das eingeschossige Gewerbegebäude an der Pestalozzistrasse 95 durch einen Neubau ersetzen. Geplant sind 27 Wohnungen sowie gemeinschaftliche und gewerbliche Nutzung im Erdgeschoss. Hierzu sind eine Zonenplanänderung und eine neue Überbauungsordnung nötig. Im Laufe des Jahres 2022 soll die rechtsgültige Planung vorliegen. Der Ersatzneubau kann voraussichtlich bis im Jahr 2024 realisiert werden.

Erläuterungsbericht zur Überbauungsordnung

 

Erweiterung Alters- und Pflegeheims Schärmehof

Die Thuner Wefina Holding AG plant eine Erweiterung des Alters- und Pflegeheims Schärmehof. Grundzüge der Gestaltung und Erschliessung sowie das Nutzungsmass wurden im Rahmen eines Gutachterverfahrens definiert. Zur Umsetzung des Vorhabens war eine Zonenplanänderung notwendig. Nun folgt die Bauprojektierung.

Erläuterungsbericht zur Zonenplanänderung

 

Lerchenfeld Nord (Erweiterung Metzgercenter)

Das Metzgercenter Berner Oberland benötigt für eine zeit- und vorschriftsgemässe Weiterführung des Betriebs mehr Platz. Mit der Anfang 2022 genehmigten Überbauungsordnung «Lerchenfeld Nord» erhält der Betrieb die nötige formelle Grundlage für eine Erweiterung. Nun kann das Baubewilligungsverfahren durchgeführt werden.

 

Bernstrasse 11

Auf dem ehemaligen Comadur-Areal entsteht eine neue, urbane Wohn- und Geschäftsüberbauung. 2022 hiess der Stadtrat die notwendige Zonenplanänderung Bernstrasse 11 gut. Die Zonenplanänderung liegt zur Prüfung beim Kanton und wird voraussichtlich Ende des Jahres 2022 rechtskräftig. Parallel dazu wird das konkrete Bauprojekt auf Basis des Siegerprojekts aus dem Architekturwettbewerb und des Richtprojektes ausgearbeitet. Für das Bauprojekt wird anschliessend ein Baubewilligungsverfahren durchgeführt. Der Start der Realisierung ist ab 2023 vorgesehen.

Schlussbericht zum Siegerprojekt des Architekturwettbewerbs