«Masterplan Thuner Quartierzentren» liegt vor

29. Mai 2026
Der neue «Masterplan Thuner Quartierzentren» zeigt auf, wie sich die Quartierzentren und ihre öffentlichen Räume in Thun entwickeln sollen. Er beinhaltet ein Zukunftsbild, eine Strategie und konkrete kurz-, mittel- und langfristige Massnahmen.

Seit 2023 wurde gemeinsam mit der Bevölkerung, Fachpersonen und städtischen Stellen am «Masterplan Thuner Quartierzentren» gearbeitet. Der neue Leitfaden für die koordinierte Entwicklung der Quartiere zeigt auf, wie sich die Quartierzentren in Zukunft nachhaltig und attraktiv weiterentwickeln können. Er ergänzt damit den «Reiseführer Thuner Innenstadt», der sich auf das Quartier Innenstadt beschränkt. Mit der Realisierung des Masterplans kann das Legislaturziel 5 der Legislaturperiode 2023-2026, die Aufwertung und Stärkung der Quartiere als Lebens- und Begegnungsraum für alle Bevölkerungsgruppen, umgesetzt werden.

Bedeutung der Quartierzentren

Quartierzentren sind bedeutende Standorte, an denen sich vielfältige Funktionen, Nutzungen sowie Angebote und Infrastrukturen bündeln und überlagern. Sie sind auf kurzen Wegen erreichbar, für alle einfach zugänglich und fördern so den sozialen Zusammenhalt. Damit wird die Identität eines Quartiers gestärkt.

Der Masterplan definiert das Zukunftsbild einer Stadt mit mehreren gestärkten sowie neuen attraktiven und lebendigen Quartierzentren, welche zu Nebenzentren zusammenwachsen. Das Quartierleben spielt sich dabei auf drei Ebenen ab: im direkten Wohnumfeld (Alltagsquartier), in grösseren Stadtquartieren mit Nebenzentren und im Hauptzentrum der Innenstadt. Wichtig sind dabei öffentliche Räume, die vielseitig nutzbar sind und Erholung direkt im Quartier ermöglichen.

Quartierzentren werden gestärkt und belebt

Insgesamt wurden rund 30 Massnahmen definiert, welche kurz-, mittel- oder langfristig umgesetzt werden sollen. Sie sollen die Quartiere aufwerten, Begegnungen fördern und die Lebensqualität verbessern. Erste Projekte starteten bereits im Jahr 2026 – darunter das Betriebs- und Gestaltungskonzept für Quartiere sowie kleinere, gezielte Verbesserungen: So zum Beispiel die Massnahme am Lauenenpärkli oder am Vorplatz des Quartierzentrums Lerchenfeld, welche mit ergänzenden Bepflanzungen klima- und nutzerfreundlich optimiert wurden.

Zehn sogenannte «Top-Massnahmen» stehen besonders im Fokus. Sie zielen darauf ab, die Quartiere als lebendige Lebensräume zu stärken – mit attraktiven und einladenden Quartierzentren, aufgewerteten Strassen- und Aufenthaltsräumen sowie neuen, umweltfreundlichen Mobilitätsangeboten. Auch die gemeinsame Nutzung von Schul-, Kirchen- und Freiräumen wird gezielt gefördert. Ein besonderer Schwerpunkt liegt zudem auf der Stärkung und besseren Verankerung der Quartierarbeit.

Gemeinsame Aufgabe

Die Umsetzung des Masterplans ist eine gemeinsame Aufgabe. Die Stadt übernimmt die Federführung der meisten Massnahmen und arbeitet dabei eng mit lokalen Quartierorganisationen und weiteren Beteiligten zusammen. Auch die Bevölkerung wird aktiv einbezogen.

 

Mehr Informationen

Der «Masterplan Thuner Quartierzentren» ist auf der Dialogplattform dialog.thun.chExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet. aufgeschaltet. Dort wird auch der Umsetzungsstand festgehalten.