Gesamtsanierung des Bärfussgebäudes an der Hofstettenstrasse
Das Bärfussgebäude an der Hofstettenstrasse 12 weist einen erheblichen Sanierungsbedarf auf. Untersuchungen haben gezeigt, dass insbesondere die Tragkonstruktion statische Mängel hat. Zudem entsprechen die Gebäudehülle sowie die haustechnischen Anlagen nicht mehr den heutigen Anforderungen. Mit der Gesamtsanierung werden die Bausubstanz gesichert, die Energieeffizienz verbessert und die Liegenschaft für einen weiteren Lebenszyklus von rund 60 Jahren ertüchtigt.
Historisches Gebäude mit neuer Nutzung
Nach dem Auszug des Personalamts der Stadt Thun wurde die Nutzung des Gebäudes überprüft. Künftig sind im Untergeschoss Lager- und Technikräume vorgesehen. Im Erdgeschoss entstehen neue Ateliers für die Kunstküche des Kunstmuseums (sie befindet sich schon heute im Bärfussgebäude) sowie ein flexibel nutzbarer Workshopraum mit angrenzendem Gemeinschaftsraum für Mitarbeitende der Stadt Thun. Im ersten und zweiten Obergeschoss wird je eine Wohnung eingerichtet. Damit erhält das zweite Obergeschoss wieder seine ursprüngliche Wohnnutzung. Der Workshopraum kann auch von externen Personen gegen eine Gebühr genutzt werden.
Denkmalgerecht und nachhaltig saniert
Das Bärfussgebäude ist ein schützenswertes Objekt im historischen Kerngebiet Hofstetten. Der Kern des Gebäudes wurde im 17. Jahrhundert als Landsitz errichtet. 1896 wurde das Gebäude als Wohnhaus mit Laden umgebaut und 1994 restauriert.
Die Sanierung erfolgt in enger Abstimmung mit der kantonalen Denkmalpflege. Gleichzeitig werden zahlreiche energetische Verbesserungen umgesetzt. Geplant sind unter anderem die Dämmung von Dach und Kellerdecke, der Ersatz der bestehenden Heizung durch eine Pelletheizung sowie die Erneuerung sämtlicher haustechnischer Installationen.
Mit der Sanierung wird das Erdgeschoss zudem hindernisfrei erschlossen und die bestehenden Räume werden funktional optimiert. Der schützenswerte Baumbestand wird erhalten.
Kosten und weiteres Vorgehen
Die Gesamtkosten der Sanierung belaufen sich auf rund 3,96 Millionen Franken.
Der Baustart erfolgt voraussichtlich im Juni 2027. Aufgrund des Umfangs der Arbeiten kann das Gebäude während der rund 22-monatigen Bauzeit nicht genutzt werden. Für die Kunstküche wird deshalb während der Bauphase eine provisorische Lösung gesucht.