Verkehrsplanung

Eine gute Erschliessung und ein leistungsfähiges, nachhaltiges Verkehrsnetz sind für die Attraktivität der Stadt Thun entscheidend. Dazu laufen verschiedene Planungsprojekte.

Gestaltung Verkehrs- und Stadträume Innenstadt

Für die Attraktivität und die Erreichbarkeit des Zentrums sind die Strassen rund um die Thuner Innenstadt von grosser Bedeutung. Diese Verkehrsachsen gilt es zukunftsfähig zu gestalten, sowohl als Verkehrs- als auch als Stadträume. Für die Achsen vom Berntorplatz über die Aarestrasse bis zum Lauitor wurde in einem iterativen Prozess ein Betriebs- und Gestaltungskonzept erarbeitet. Dieses verfolgt insbesondere das Ziel, die Koexistenz aller Verkehrsteilnehmenden zu verbessern, die Aufenthaltsqualität zu steigern und den begrenzten Raum bestmöglich zu nutzen. Das von einem interdisziplinären Planungsteam erarbeitete Betriebs- und Gestaltungskonzept wurde in einem Zwischenschritt mit dem Verkehrsmanagement Region Thun abgestimmt. In einem nächsten Schritt wird es für die einzelnen Achsen zu Vorprojekten weiterentwickelt.

 

Fuss- und Veloverkehrsverbindung Bahnhof – Schwäbis

Vom Bahnhof Thun entlang der Bahnlinie, über die Aare bis zur bestehenden Veloroute im Schwäbisquartier soll eine Fuss- und Veloverkehrsverbindung entstehen. Sie ist Teil des Agglomerationsprogramms Thun und im städtischen Gesamtverkehrskonzept 2035 enthalten. Für die erste Etappe vom Bahnhof bis zur Gewerbestrasse (grüne Linie in dieser Skizze) ist die Linienführung definiert und die Bauprojektierung läuft. Für die zweite Etappe zwischen Gewerbestrasse und Schwäbisquartier soll die exakte Linienführung vertiefter untersucht werden (roter Bereich in der Skizze). Danach werden mit einem Studienauftrag die Brückenquerungen ausgearbeitet. Zudem wird ein Planungsteam für die anschliessende Projektierung bestimmt.

 

Fuss- und Veloverkehrsverbindung Bahnhof – Aarequai: Panoramabrücke

Der Entwicklungsschwerpunkt (ESP) Bahnhof Thun soll sich zu einer attraktiven Visitenkarte der Stadt und zu einer optimal funktionierenden Mobilitätsdrehscheibe entwickeln. In diesem Zusammenhang soll der Fuss- und Veloverkehr für das Quartier Lauenen-Hofstetten-Ried und die Gemeinden des rechten Seeufers verbessert werden. Gemäss den Erkenntnissen aus dem Planungsverfahren «Charrette ESP Bahnhof Thun» erscheint eine neue Aarequerung im Bereich der Panoramastrasse realistisch und weist ein hohes Potential für die Attraktivierung der Innenstadt auf. Zudem wäre das Kunstmuseum direkt vom Bahnhof erreichbar. Zu berücksichtigen ist, dass das Vorhaben mit dem Orts- und Landschaftsbild des Aareraums verträglich ist. Mit einer Studie wurde die Machbarkeit geprüft. Die Panoramabrücke wurde als Massnahme für die fünfte Generation der Agglomerationsprogramme des Bundes eingereicht.